Novembertage...

...sind meist nass, kalt oder beides auf einmal.

Plötzliche Wärme nervt eher, als dass sie erfreut, denn man schwitzt zwar in der dicken, warmen Wetterjacke, traut sich wegen Erkältungsgefahr aber auch nicht, sie auszuziehen 😕. 

Jeder Sonnenstrahl ist so selten wie hochwillkommen, denn alle Schattierungen von Grau drücken auf die Stimmung.

So sehnsüchtig jeder  Gartenzwerg auch in sein Reich hinausschaut...

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Ein großes Herz für Bäume ...

... schlug in Christa von Winning, die 1912 auf einem Gut in der Mark Brandenburg geboren wurde. Diese Leidenschaft ließ sie den - für eine Frau damals sehr ungewöhnlichen Beruf - der Gärtnerin ergreifen. Zeit ihres 100jährigen Lebens sammelte Christa von Winning  auf zahlreichen Reisen seltene Bäume und andere Gehölze, pflanzte sie auf ihrem Grundstück nahe Uelzen ein. 

Daraus wurde das "Arboretum Melzingen". Nach ihrem Tod übernahm eine Stiftung Verwaltung und Pflege, ein Cafe wurde eingerichtet, und heute ist dieser Ort ein kleines kulturelles Zentrum in der Region, wo viele Veranstaltungen stattfinden.

Der überregionale Bekanntheitsgrad ist noch ausbaubar. Unbedingt sogar, denn für Baumliebhaber und -kenner lohnt sich ein Besuch. 

Und für die Partner dieser beziehungsweise für alle Fans nicht schlank, aber glücklich machender Torten ebenso😉. 

 

Lieblingsgärtner und ich landeten hier an einem äußerst trüben Tag nach dem großen Sturm. Wir hatten ganz old-fashioned in einem älteren Buch mit Ausflugstipps geblättert und waren dort auf das Arboretum gestoßen. "Melzingen? Arboretum? Nie davon gehört! Und es liegt doch so nah, lass uns mal hinfahren!"

Die Hinfahrt mit x gefallenen und zu fallen drohenden Bäumen am Straßenrand war allein schon ein "arboristisches" Erlebnis der besonderen Art😉. Die häufigsten Sturmopfer waren Kiefern und Birken, seltener Eichen.

Ein vom Sturm kräftig gedrehtes Wegweiserschild tat noch das seine, das Hinfinden zu verzögern:

Aber endlich kamen wir am Ziel an. 

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"Ein Potsdambesuch ohne Karl Foersters Garten ist ein Irrtum"

... 

Im Original heißt es natürlich: "Ein Garten ohne Phlox ist ... ein Irrtum..."😉: Aus Begeisterung über seinen wundervollen Garten. habe ich den bekannten Spruch des berühmten Gärtners abgewandelt!

 

Karl Foerster, der von 1874 bis 1970 lebte, war einer der einflussreichsten Gartengestalter und Staudenzüchter des 20. Jahrhunderts. Aber er war nicht nur das, sondern auch ein Künstler, Schriftsteller und Philosoph. Seine treffenden Formulierungen zu Pflanzen, zum Garten oder  Gärtnern lassen Gartenenthusiasten nachdenken oder lachen. Immer wenn ich in unserem mehr als lebendigen, leider noch nicht bodenbedeckten Sommerblüherbeet jäte, kommt mir dieser in den Kopf: "Während der Gärtner schläft, sät der Teufel Unkraut!"😃. 

 

Nun aber von Anfang an: Lieblingsgärtner und ich machten in der ersten Oktoberwoche einen Ausflug nach Potsdam. Nach mehrstündiger Autofahrt in Potsdam angekommen, zog es uns gleich in Karl Foersters Garten.

Während sein ehemaliges Haus in privatem Besitz und bisher nicht für Besucher geöffnet ist, kann man den Garten selbst anschauen. 

Er diente Foerster als eine Art Versuchsfeld zum Prüfen von Gedeihen aber auch Harmonieren der Pflanzen miteinander. Foerster sah seinen Garten als "lebendigen Katalog", in dem alle Besucher sich die Pflanzen an ihrem Gartenstandort anschauen können. Zu jeder Jahreszeit - so Foersters Ziel - sollte in seinen verschiedenen Teilbereichen etwas blühen.

 

Der Eintritt ist bisher kostenlos, obwohl viel Geld benötigt wird, den Garten zu unterhalten. 

Die Stiftung Deutsches Denkmal, die sich um Verwaltung und  Instandhaltung kümmert, hat ein Spendenkonto eingerichtet - hier die Daten:

 

DSD Marianne Foerster - Stiftung

IBAN: DE98370800400212799402

BIC: DRESDEFF370

 

Möchte man - wie ich - Fotos des Gartens auf seinem Blog öffentlich zeigen, bedarf es einer Genehmigung! Diese wurde mir von der Stiftung auf Antrag freundlich erteilt! Auf deren Seite finden sich weitere interessante Informationen: 

 

https://www.denkmalschutz.de/denkmal/Wohnhaus-und-Garten-Karl-Foerster.html

 

Wenn Ihr mögt, kommt nun mal mit!😃

Als erstes traten wir durch diese schlichte, schöne Pforte hinein  ...

 

 

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Impressionen aus dem Park der Gärten ...

Ein Gestaltungsvorschlag für einen kleinen Garten ...
Ein Gestaltungsvorschlag für einen kleinen Garten ...

... Eigentlich wollte ich heute schon vom neuen Garten berichten, aber Lieblingsgärtner und mir kam ein Ausflug nach Bad Zwischenahn dazwischen☺.

Ein toller Park mit 40 verschiedenen Themengärten (z.B. Weisser Garten, Wellnessgarten, Bauerngarten...) - ein Muss für alte und junge Gartenfreunde. Ferner gehört dazu noch eine Ausstellung und ein kleiner Shop mit Pflanzen und Deko.

Klasse war, dass es zu den einzelnen Gärten und Pflanzenthemen kleine Handzettel zum Mitnehmen gab. Davon machte ich ausgiebig Gebrauch, auch wenn es  bei dem Gepladder mit Schirm und Kamera jonglierend nicht ganz leicht war, sie aus den dazugehörigen Kästen zu puhlen...

Die Tatsache, dass wir trotz Dauerregens fasziniert alles ansahen, spricht für den Park!

Schaut selbst und lasst euch vielleicht auch für euren eigenen Garten inspirieren?!

Die Fotos sind leider, leicht unscharfe Regenbilder, aber ich wollte euch nicht meine persönlichen Highlights vorenthalten! Beim Tippen aufs jeweilige Foto wird es vergrößert...

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Doch wieder ...

... wegen des tollen Wetters in der Wochenmitte, das zu einem letzten Aufbäumen der Hasel- und Erlenpollen führte, heute noch ein letztes Parkfoto, sorry 😞...

Ich liebe es, weil es für mich den frûhen Morgen an einem sonnigen Tag einfängt.

Habt ein schönes Wochenende☺!

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Heuschnupfen und Gartensehnsucht...

... sind nicht leicht zu vereinen 😞! 

Wer wie ich zu den Menschen gehört, die alljährlich von Hasel- und Erlenpollen getrietzt werden, weiß, wovon ich rede. 
Manchmal möchte ich eine Anzeige aufgeben: "Noch rüstige Pollenallergie kostenlos an Selbstabholer abzugeben!" 
Und dann würde ich hoffen, dass sich ein überzeugter Stubenhocker meldet, der ganz begeistert ist, endlich einen Grund zu haben, bei schönstem Gartenwetter in der Bude zu bleiben!
Okay, das wird leider weiterhin ein Traum sein! 
Und ich muss daher kreativen Umgang mit dem Dilemma Garten versus Pollen pflegen.
Meine persönliche Lösung lautet: dosiertes Draußensein mit Pausen und häufige Aufenthalte an der "Lüneburger Nordsee".
Na klar, wie die Tüddelchen verraten, liegt unsere schöne Stadt k e i n e s w e g s an der See 😉...
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Ein sonniger Gruß ...

... aus dem Park ☺! Die strahlend gelben Krokusse lockten das erste Bienchen an und mich ebenso! Ich wünsche euch ein buntes Wochenende!

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Glöckchen im Park ...

... habe ich heute früh gefunden! Sie blühen dort zwar nur vereinzelt, sind aber schön anzusehen.

Als ich für Fotos in die Hocke ging, beobachtete mich ein älteres Paar. Die Dame tat es mir dann nach und zückte auch eine kleine Kamera... "Ist das nicht schön? Bei dem Anblick fühlt man sich gleich besser!"

Ohja, Glöckchen machen glücklich 😉.

Und daher gibt es heute ein paar Impressionen...

 

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Eine neue Zaunidee

Am letzten Wochenende waren wir im Freilichtmuseum Kiekeberg. Die dortige Veranstaltung - ein Veggietag- war mir zu voll, der Eintritt für einen Markt erst zuviel. Aber dann hat er sich doch gelohnt, denn beim Gang übers Gelände fand ich tolle Inspirationen: allerdings auf botanischem weniger auf kulinarischem Gebiet!


Zunächst ist mir dort wieder klar geworden, wie toll kleine immergrüne Beetabgrenzungen im Winter aussehen (Foto 1). Aber statt von Zünsler und Pilz bedrohtem Buchs möchte ich in unserem Garten eine andere Pflanze wählen.
Auf dem "Möglich"- Zettel stehen vorläufig Heiligenkraut und Thymian. Nicht immergrün aber immerhin wintergrün 😉!
Und dann habe ich noch ...
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"Es ist doch ein friedlicher Ort ...

... eine Welt weit fort

von Haß und Zorn,

einsam und frei ..."

 

Titel und folgende Textzeile habe ich vom großen Reinhard Mey geborgt, der im gleichnamigen Lied über die Schönheit und menschliche Perversionen des Fliegens singt. 

Ich finde, dass seine Worte auch einen Friedhof beschreiben können. 

 

Viele Menschen denken sich nichts dabei, in einem Gartenblog über einen Friedhof zu lesen. Auch im garten-pur- Forum gibt es einen thread, in dem man sich über Gestaltungsformen und Bepflanzung von Friedhöfen im In- und Ausland austauscht. Ich kenne Menschen, die regelmäßig die großen Abfallkiepen auf Friedhöfen nach ausgemusterten Pflanzen absuchen, diese mit nach Hause nehmen und liebevoll im eigenen Garten päppeln.

Der ein oder andere Leser aber mag es unpassend finden, dass ich in einem Gartenblog Bilder eines Friedhofs zeige, wortwörtlich über den Friedhofszaun schaue. Und vor einigen Jahren hätte ich genau  diese Ansicht geteilt.

 

Ich hatte Berührungsängste, die mir als Kind beim Besuch des Grabs der Großeltern intensiv anerzogen worden waren. "Auf dem Friedhof musst Du still sein ... darfst keinesfalls etwas essen oder gar irgendetwas - eine Eichel, eine Blüte - von dort mitnehmen, das bringt Unglück ... pass auf, dass da kein böser Mann hinterm Baum lauert ... wasch Dir wenn wir wieder zuhause sind, bloß gründlich die Hände!"

G l e i c h w o h l wurde ich, während meine Mutter am großelterlichen Grab  Unkraut zupfte und es saisonal bepflanzte, auf die Suche geschickt ;-): Ich sollte schauen, ob irgendwo hinter einem Busch oder Baum eine große Harke liege, die man kurz entleihen könnte. Meiner Mutter war es zu umständlich oder vielmehr - aufgrund ihres Fremdelns mit diesem Ort - unangenehm, eine eigene vom heimischen Garten d o r t ebenfalls  zu benutzen ... 


Diese Aufgabe hatte für mich als Kind einerseits etwas von spannender Mission: Nur wenn ich das Gartengerät fand, gab es auch eine geharkte Grabumrandung! Andererseits war die vermeintliche, mir strikt eingeschärfte  Gefahr vom stetigen  "Mitschnacker" - wie man damals sagte - hinterm nächsten Baum stetig präsent: Ich durfte nur in einem kleinen Radius rund um meine, das Grab der Großeltern bepflanzende Mutter suchen.


So kam es, dass ich immer mit den Augen in unterschiedliche Richtungen guckte (eine Kunst, sich dabei nicht das Schielen anzugewöhnen): Ein Auge hielt auf dem Friedhof nach (nie eintretenden) Gefahren Ausschau. Und das andere guckte, ob irgendwo unter dem wuchernden Efeu einer alten Grabstelle ein kleines Stückchen Stiel einer Harke vorlugte, die ich kurz borgen konnte. Fand ich eine, führte ich sicherheitshalber ein stummes Zwiegespräch mit dem Grabbewohner: "Ich bbbringe sie gleich wieder!" Und dieses Versprechen hielt ich penibel innerhalb weniger Minuten ein ;-). 

Damals habe ich mich auf dem Friedhof stetig in einer Stimmung leiser Furcht und finsteren Respekts gefühlt - als ob der Kontakt mit diesem Ort in irgendeiner Weise gefährlich wäre.

 

Der Respekt ist bis heute geblieben, aber er ist nicht mehr finster. 

Der Friedhof ist heute für mich ein Ort des Friedens oder mit anderen Worten: "ein Garten für alle Seelen".

Dieses Empfinden kam spät und schrittweise, nachdem dort ein geliebter Mensch bestattet wurde.


Ich war seitdem unzählige Male dort - zur Grabanlage und immer wieder zur -pflege, zum Besuch, wenn mich etwas beschäftigte, wenn ich traurig, aber auch, wenn ich glücklich war. Und irgendwann einfach nur so zu einem Spaziergang.

Ich habe zunehmend die riesigen Bäume und andere schöne Pflanzen auf den Grabstellen und dem Gelände bestaunt. Und ab und an den Friedhofsgärtnern bei Pflegearbeiten zugeschaut. 

Ich habe mich das ein oder andere Mal mit anderen Besuchern unterhalten oder die Stille genossen und dabei flinke Eichhörnchen beobachtet. 

An einem heißen Sommertag habe ich mir schon ein schattiges und an einem kalten Wintertag ein sonniges Plätzchen gesucht und in einer Gartenzeitschrift gelesen. 

Und ich habe fotografiert! :-) Wenn Du willst, lieber Leser, dann ...

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Immer wieder sonntags ...

... zieht es mich neuerdings in den Wald zu einem Spaziergang! Der Wald hat gegenüber offenem Gelände bei windigem Winterwetter den Vorteil, dass man längere Zeit laufen kann, ohne vor Kälte zu schnattern ;-). Und es gibt immer schöne große und kleine Pflanzen zu fotografieren - jetzt wo im ... 

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Abendlicht

Lieber Leser, heute komme ich nur dazu, ein Foto von einer abendlichen Fahrt über Land zu zeigen. Das Licht hatte mich nach endlos grauen Tagen so fasziniert, dass ich nicht anders konnte, als fix ein Foto zu machen. Für Samstag wurde uns hier im Norden Sonne versprochen: Falls es so kommen sollte, will ich jeden Sonnenstrahl genießen!

Bis Montag!☺

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Elbsonne

Letztes Wochenende waren Lieblingsgärtner und ich Zaungast an der Lauenburger Elbe mit dem Ziel, Sonne zu tanken. Diese ließ sich dann zwar erst am Nachmittag blicken, aber schön war`s dennoch ... 

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Ich glaub`, ich geh` in `nen Wald ;-) ...

... dachte ich am sonnigen Freitag vor Sylvester, und Lieblingsgärtner war auch schnell zu einem Spaziergang motiviert! Im Kleingarten gab es gerade so gar nix zu tun,  und wir wollten uns bewegen. Ich denke, das werden wir auch h e u t e Nachmittag tun, denn es ist zwar arge Kälte aber voller Sonnenschein angekündigt!

Nun aber zurück zu letztem Freitag ;-): Wir liefen also durch den Forst an unserem örtlichen Flüsschen Ilmenau und tankten kräftig Sonne und Natur. Wenn Du magst, lieber Leser, dann komm doch eine Runde mit auf ...

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Kleingartenplausch unterwegs: Am Waldesrand ...

... waren Lieblingsgärtner und ich auf Sonntagsspaziergang. Bei knackiger Minus-1-Grad Tagestemperatur und herrlichem Wintersonnenschein galt es, so viele Sonnenstrahlen wie möglich einzufangen. Und das ist uns gut gelungen, denn ...

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