Spaziergang im Nebel

Am letzten Sonntag schaute ich aus dem Fenster und sah ... nicht viel😉!

Ein dichter Nebel erlaubte in unserer Straße kaum, die gegenüberliegende Häuserreihe zu erkennen. Ich mag Nebel im Herbst sehr gern: Er zeichnet die Konturen weich und erlaubt dem Blick, sich auf den Nahbereich zu konzentrieren. Das wirkt dann wie eine kleine Pause vom Alltag mit seiner sonst hohen Flut an Eindrücken.

Nebelwetter im Winter, bei Minustemperaturen, bringt aber auch eine durchdringende feuchte Kälte mit sich.

Und am vergangenen Sonntag hatten wir tatsächlich nur Minus 3 Grad. 

Wir brauchten daher doch eine ganze Schippe an Überwindung und einen kuschligen Schal extra, um einen  Sonntagvormittagspaziergang zu unternehmen. 

Aber es hat sich gelohnt: Unser örtliches Flüsschen Ilmenau war Dank der ständigen Regenfälle über seine Ufer getreten. In Kooperation mit Nebel und Frost führte das zu Eindrücken, die ich euch gern zeigen möchte...

Nebliges Bild mit überfluteter Winterwiese, vorne rechts Korkenzieherweide
Überflutete Ilmenauwiese mit Korkenzieherweide
E i n Baum auf der Nebelwiese?
E i n Baum auf der Nebelwiese?
Nein, bei genauerem Hinsehen waren es drei, sicher wild versät ... Ich finde, ein Landschaftsplaner hätte sie kaum schöner arrangieren können 😉 ..
Nein, bei genauerem Hinsehen waren es drei, sicher wild versät ... Ich finde, ein Landschaftsplaner hätte sie kaum schöner arrangieren können 😉 ..
Hier wurde es doch sehr feucht, und wir mussten trotz wasserfester Schuhe vorsichtig  drumherumlaufen ...
Hier wurde es doch sehr feucht, und wir mussten trotz wasserfester Schuhe vorsichtig drumherumlaufen ...
Ist ja keines, aber diese Stelle wirkte wie ein Moor, finde ich ...
Ist ja keines, aber diese Stelle wirkte wie ein Moor, finde ich ...
Hier dachte ich, taucht gleich wirklich "das Brückengespenst"  aus dem Nebel auf: Mit der launigen Rezitation  des gleichnamigen Gedichts des Schweizers Carl Spitteler hat mich meine in hohem Maße gedichtsaffine Mutter als Kind oft genervt 😉. Mal googeln, es ist ganz niedlich...
Hier dachte ich, taucht gleich wirklich "das Brückengespenst" aus dem Nebel auf: Mit der launigen Rezitation des gleichnamigen Gedichts des Schweizers Carl Spitteler hat mich meine in hohem Maße gedichtsaffine Mutter als Kind oft genervt 😉. Mal googeln, es ist ganz niedlich...
Sonst kann man die Brücke gut queren und dann in einem Rundbogen durch den Wald zurücklaufen: Am Sonntag war hier Schluss, denn das Wasser stand auf der anderen Uferseite kniehoch...
Sonst kann man die Brücke gut queren und dann in einem Rundbogen durch den Wald zurücklaufen: Am Sonntag war hier Schluss, denn das Wasser stand auf der anderen Uferseite kniehoch...
Och, Will-haben-Objekt Rohrkolben. Naja, lieber nur fürs Foto und Zwergrohrkolben am Teich - die großen sollen im Garten doch  sehr expansiv sein ...
Och, Will-haben-Objekt Rohrkolben. Naja, lieber nur fürs Foto und Zwergrohrkolben am Teich - die großen sollen im Garten doch sehr expansiv sein ...
Hm, was ist das? Egal, schön...
Hm, was ist das? Egal, schön...
Die Birke  ist der "Kontrastbaum" schlechthin, und im winterlichen Zustand gefällt sie auch Birkenpollenschnupflern wie mir besonder gut😉...
Die Birke ist der "Kontrastbaum" schlechthin, und im winterlichen Zustand gefällt sie auch Birkenpollenschnupflern wie mir besonder gut😉...

Dann sind wir noch zu einem Kleingartenverein in der Nähe der Ilmenau gewandert. Mal schauen, was die "Konkurrenz" so treibt😉! Es ist eine besonders schön gelegene Kolonie, denn sie ist flüsschennah und von viel Wald umgeben. Die Kleingärtner dort müssen dem Rechnung tragen - sonnenbedürftiger Gemüseanbau läuft hier unter erschwerten Bedingungen.  Und nun stand in einigen der Gärten auch das Wasser! Sehr naturnah ist alles angelegt - gerade im Winter, wenn aufgeräumte Gärten kahl sind,  schön anzuschauen und tierfreundlich.

Auf dem Foto leider nicht so gut erkennbar, aber dieses Kompost- oder Beetschiff  aus Ästen fand ich super gelungen und kreativ.  Bei der Monsterwurzel daneben fragten wir uns, ob der Riesenbaum einst im Garten stand?
Auf dem Foto leider nicht so gut erkennbar, aber dieses Kompost- oder Beetschiff aus Ästen fand ich super gelungen und kreativ. Bei der Monsterwurzel daneben fragten wir uns, ob der Riesenbaum einst im Garten stand?
Winterverwunschener  Obstkleingarten mit schöner Holzhütte...
Winterverwunschener Obstkleingarten mit schöner Holzhütte...
Wer die Staude bzw. das Gras erkennt, schreibe mir bitte den Namen - ich brauche die Pflanze dringend für den Winteraspekt im Kleinen Garten 😃!
Wer die Staude bzw. das Gras erkennt, schreibe mir bitte den Namen - ich brauche die Pflanze dringend für den Winteraspekt im Kleinen Garten 😃!

So, das war`s - wieder ab ins Warme und heißen Ingwertee trinken! Ach, das letzte Wochenende ist viel zu lange her 😕, aber heute Nachmittag kann ich mich auf etwas Gartenarbeit freuen. Auch wenn es bei dem Matschwetter mittelschlau ist, m u s s  ich heute ein neues Beet anlegen. Doch davon ein anderes Mal ...😃 Liebe Grüße und eine schöne Restwoche, 

Corinna 

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Winterschnitt am Apfelbaum - Wissenswertes für Anfänger

Mit der Gartenschere in der Hand winterschneide ich mich durchs Apfelbaumland ;-)
"Treuer" Gartenbegleiter - die klassische Gartenschere

Erstmal hoffe ich, dass Ihr alle gesund und munter im neuen Jahr angekommen seid☺! 

Eigentlich ist erst im Februar/März, im Spätwinter, die Hauptzeit für den Winterschnitt an Kernobst - Äpfeln und Birnen.

Da wir jedoch allein 14 alte und junge Apfelbäume im gesamten Kleingarten stehen haben, weil ferner die Zeit knapp und der Tag kurz ist, und zudem auch das Wetter passen muss, legen wir jetzt schon mit dem Erhaltungs- oder Verjüngungsschnitt an den alten Bäumen los.

Passendes Wetter heißt idealerweise trocken und kein starker Frost. 

Das ist gerade gegeben.

 

Schritt 1

Mein erster Tipp, wenn man sich an den Apfelbaumschnitt wagen möchte, ist: Lesen☺!

Ohne "etwas Theorie" darf man kein Auto fahren, und es ist verdammt gut so, dass jeder Chirurg die Anatomie des menschlichen Körpers theoretisch in-und auswendig kennen muss, bevor er darauf los schneidet😉! 

Und so sollte der Obstbaumgärtner  eben auch etwas von den Wachstumsgesetzen, dem Saftfluss im Baum wissen!  Er muss die sogenannten "Schnittgesetze" kennen. Nur so kann er vorausahnen, wie stark und wo neue Äste am Baum austreiben werden. Er sollte zwischen Stammverlängerung, Leitästen und Fruchtästen unterscheiden können. 

Zuviel zu schneiden ohne jedes theoretische Wissen kann ungünstig, verheerend, schlimmstenfalls auch tödlich für den Baum sein. 

Ich betone das so, weil ich in a l l e n  Kleingartenanlagen sehr oft verschnittene und verstümmelte Obstbäume sehe, deren Gärtner einfach zu "mutig" bzw.  unbedarft mit dem Schnitt loslegten. Frei nach dem Motto: Viel hilft viel. Man kann aber auch leider s e h r viel falsch machen: Davor sind auch sonst sehr erfahrene Kleingärtner nicht gefeit!

Im folgenden zwei Beispiele, wie geschnittene Obstbäume n i c h t aussehen sollten ... 

Abgebildet ist eine Kirschbaumruine - das Bild ist gerötet, um unkenntlicher zu machen, wo es aufgenommen wurde
Verschnittener Kirschbaum - leider nur noch eine Baumruine. Ältere Kirschbäume sollten sowieso so wenig wie möglich geschnitten werden - und das auch nur im Sommer.
Abgebildet sind zwei Apfelbäume, die sehr verschnitten sind: Die viel zu vielen Äste der Krone sind alle ähnlich dick, laufen steil nach oben
Als Kopfweiden total verschnittene Apfelbäume

Das zweite Beispiel stammt aus unserem eigenen Garten (!).

Der Vorgänger hielt die Apfelbäume wohl für Kopfweiden, die man einfach radikal herunterschneiden darf. Die Folge ist, dass diese älteren Apfelbäume, schöne alte Sorten - ein Berner Rosenapfel und ein James Grieve - wohl nie wieder so richtig wie Apfelbäume aussehen, sich nie richtig von dem falschen Schnitt erholen werden. Immerhin tragen sie dafür noch recht gut und wir lassen sie a u c h stehen, weil sie auf jeden Fall noch ökologischen Wert haben. 

 

Daher: Lesen und Informieren b e v o r es losgeht!

 

Hilfreich könnte zum Beispiel meine Buchempfehlung aus dem Herbst sein: 

Die 24,95 Euro für dieses Buch rentieren sich für den Freizeitgärtner wirklich: Ausführliche, aber nicht ausschweifende Beschreibungen, klare Skizzen, die auch Anfänger gut verstehen.

(Nein, dies ist keine Werbung, für die ich Geld bekomme - einfach nur eine Empfehlung, weil ich es hilfreich finde!;-))

 

Gute Literatur für den Obstbaum(-schnitt) findet sich auch auf der Seite des Pomologen-Vereins e.V.. 

www.pomologen-verein.de

 

Der Streuobstwiesenverein Lüneburg zeigt ebenso bildhafte, hilfreiche Themenblätter wie "Winterschnitt bei Obstgehölzen"  (auch wenn ich persönlich mit dem Mondphasenbezug nicht soo viel anfangen kann ;-)). 

www.streuobst-lueneburg.de

 

Es gibt nur e i n e n  Tipp, der zur Vorbereitung auf den Obstbaumschnitt noch besser ist als Lesen: einem fitten Obstbaumgärtner beim Schneiden über die Schulter schauen - mit anderen Worten einen - guten - Schnittkurs besuchen!

Das haben Lieblingsgärtner und ich im Dezember getan. 

Auf einer Streuobstwiese des Gutes Adolphshof bei Hannover, einem der ältesten ökologisch bewirtschafteten Höfe Niedersachsens und benannt nach Adolph von Cambridge, Statthalter des Königreichs Hannover...

www.adolphshof.de

 

Eine grüne Wiese mit laublosen Obstbäumen, im Hintergrund liegt eine weiße Leiter auf dem Boden
Blick auf winterliche Streuobstwiese auf Gut Adolphshof

... zeigte uns Teilnehmern die 2. Vorsitzende vom Pomologen-Verein e.V.,

Sabine Fortak, beim praktischen Baumschnitt ihr Wissen und Können. Der Kurs machte einen Riesenspaß, führte zu vielen Aha-Erlebnissen. Und wir wussten danach, dass wir noch viel, viel mehr wissen müssen und noch mehr Routine brauchen 😉...

Wenn Ihr die Gelegenheit habt, nutzt sie: Es gibt bestimmt auch in Eurer Nähe derartige Kurse! 

Schritt 2: 

Den Baum in Ruhe- am besten von allen Seiten, von unten wie auch oben - ansehen und analysieren: Wie sieht er aus? Ist er alt oder noch jung? Schon mal geschnitten oder gar nicht? Starkes Wachstum oder eher schwach? Ist er gesund oder krank? Ist es überhaupt ein Hochstamm-, Halbstamm-, oder gar Spindel-Baum?

Experten nennen das "die Baumansprache".

Wenn alle diese Fragen beantwortet werden können, kann der richtige Schnitt für die richtige Baumform und das richtige Alter, den richtigen Zustand gewählt werden. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen 

Pflanzschnitt, Erziehungsschnitt, Erhaltungsschnitt, Verjüngungsschnitt, Korrekturschnitt. Jede dieser Schnittarten hat eine unterschiedliche Herangehensweise. 

 

Das Ergebnis einer Baumansprache kann beim absoluten Anfänger trotz eingehender Beschäftigung mit der Ratgeberliteratur sein: Keine Ahnung! 😉 

Dann, im Zweifel, lieber die Finger vom Baum lassen und Expertenrat einholen! Es dauert ganz einfach, bis man einen geschulten Blick entwickelt. 

Expertenrat findest Du bei den Besitzern sichtlich gut geschnittener, gesunder und gut tragender Bäume in der Nachbarschaft oder zum Beispiel in einem Gartenforum wie "garten-pur" . 

Letztlich führen wild wachsende Bäume in der Natur a u c h ein glückliches langes Leben. Wenn wir Gärtner eingreifen, geht es uns um größere, schöne Fruchtqualität, ausgewogenen Ertrag - aber dem Baum kann es auch ohne dies gut gehen, und er wird uns weiter Schatten und Sauerstoff spenden....

Besser k e i n Schnitt als ein komplett falscher.

 

Die Baumansprache kann aber z.B. - wie bei einigen unserer Bäume- auch zum klaren Ergebnis haben: Schwach wachsender, alter Halbstamm-Baum, ungepflegt, der einen Verjüngungsschnitt gebrauchen kann.

 

Schritt 3:

Das Schneiden.

Zunächst zur notwendigen Mindest-Ausrüstung: 

Wie bei der OP eines Menschen sollte auch beim Baumschnitt nur scharfes und sauberes, gut desinfiziertes Werkzeug zum Einsatz kommen. Sonst besteht die Gefahr von Infektionen!

Müssen größere Äste entfernt werden, empfiehlt sich eine Baumsäge - für die normalen kleineren Äste und Zweige ist eine Baumschere ausreichend.

In der Regel - es sei denn es handelt sich um Bäume auf schwachwachsender Unterlage - wird man auch eine Leiter verwenden müssen. Sicherheit ist hier oberstes Gebot! Immer für einen stabilen Stand sorgen, diesen vor dem Schneiden durch Ruckeln austesten !

Wichtig ist auch, dass man beim Schneiden feste Schuhe trägt und ebenso feste Handschuhe: Beides kann man bei der Gartenarbeit sowieso gebrauchen.

Ferner empfiehlt sich wie bei allen anstrengenden Tätigkeiten weder mit schnupfendröhnigem Kopf noch vollem Magen auf die Leiter zu steigen😕😉.

Nun erst sollte es losgehen. 

 

Ganz wichtig ist es, dem Baum beim Schneiden nur möglichst kleine Wunden zuzufügen, um Infektionsrisiken, Schadpilze wie Obstbaumkrebs zu verhindern. 

Kleine Äste, Zweige schneidet man ca 1/2 cm über einer nach außen stehenden Knospe ab. Dicke Äste sind knapp am Stamm oder Hauptast mit möglichst kleiner Schittfläche abzusägen - in der Fachsprache heißt es, "man sägt auf Astring". Es sollen keine sogenannten Kleiderhaken entstehen, die ihrerseits Infektionsrisiken birgen. Bei sehr dicken Ästen geht man am besten schrittweise vor, sägt den Ast zunächst von unten leicht ein, bevor man ihn von oben ganz absägt: Das verhindert, dass er wegbricht und richtig große Wunden entstehen. 

 

Schritt 4: 

Der spezielle Schnitt richtete sich - wie geschrieben -  nach dem, was bei der Baumansprache herausgekommen ist. 

In unserem Garten werden wir nun am Wochenende weiter den  Verjüngungsschnitt an alten Apfelbäumen angehen. 

Bei den bisher gepflegten Bäumen werden wir nur alle kranken und steil nach oben wachsenden Äste wegnehmen sowie Stock-und Stammausschläge. 

Die Leit und Seitenäste werden wir eventuell etwas einkürzen und dabei darauf achten, dass die sogenannte Saftwaage in etwa erfüllt ist. 

Die Saftwaage bedeutet, dass die Spitzen der Leitäste etwa auf gleicher Höhe enden. 

Insgesamt werden wir nicht zuviel auf einmal schneiden, da sonst zu viele Wasserschosser (keine Früchte tragende, steil nach oben wachsende Äste) entstehen. 

 

Ich hoffe, wir bekommen das gut hin, so dass die alten Bäume wieder besser austreiben, letztliche schönere, gesündere Früchte bekommen. 

Nun ja, Erfahrung dauert eben ihre Zeit: Ich werde weiter zu diesem Thema berichten und im März folgt an dieser Stelle auch ein Artikel zum Pflanzschnitt an jungen Bäumen. 

 

Euch allen noch eine schöne Woche und einen weiter guten, gesunden Jahresanfang! 

 

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Mein Gartenjahr 2017

Dieses Jahr war schon sehr "eigen" hier im Norden, genauer in Nord-Ost-Niedersachsen, noch genauer  in unserem Lüneburger  Kleingarten.

Im Frühjahr verfror die Kirsch- und Kirschplaumenblüte vollends und auch die Apfelbäume setzten nur sehr wenige Früchte an. 

Im Sommer kann ich mich  nur an vereinzelte echte Hitzetage erinnern - dafür an sehr, sehr viel Regen. 

Meine hohen Staudenphloxe blühten zuverlässig wie immer. Aber ich sah ihnen an, dass sie mehr ihre Pflicht erfüllten, als dass sie daran wirklich Spaß hatten - ständig Gepladder auf Blättern und Blüten. 

Pflanzen, Tiere und Menschen mussten jeden Sonnenstrahl nutzen, und so habe ich sobald die Wolkendecke etwas weniger grau war, sofort zur Kamera gegriffen. 

 

Dennoch: Jedes Jahr, das wir in  und mit unserem Garten erleben dürfen, empfinde ich als besonderes Geschenk - als intensiv und einfach "nah dran" an dem, was wirklich zählt. 

Hier nun meine Lieblingsfotos aus dem Gartenjahr 2017 - viel Vergnügen:

Ich bedanke mich bei Euch allen ganz herzlich für den treuen Besuch bei Kleingartenplausch in 2017 und freue und freue mich schon sehr auf das Gartenjahr 2018! Habt einen guten Rutsch und einen möglichst gesunden, sonnigen und glücklichen Start ins neue Jahr! 

Alles Liebe, 

Corinna

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Weihnachten im Kleingarten

Heute erzähl`ich euch eine Mär``:

Es ist genau ein Jahr nun her!

Da kam im Karren mit Tannenzweigen dran, 

 ein Weihnachtszwerg in uns´rem Kleingarten an! 

Schickte die Rentiere in die Hütte 

und sprach schlotternd: "Heißen Tee jetzt, bütte! 

Ich wünsch euch allen schöne Feste

und nur sehr nette Stuben- Gäste! 

Stopft euch nicht zuviel Plätzchen `rein, 

Magenzwicken muss ja nicht sein! 

Wir gehen lieber in den Garten, 

während wir aufs Christkind warten.

Da gibt es auch `nen Weihnachtsbaum - 

nur der Schnee bleibt wohl ein Traum! 

Hoffentlich werden wir nicht nass - 

Regen an Weihnachten ist kein Spaß!

Zum Glück habt`ihr es wohl bedacht, 

und die Laube hohl gemacht! 

So können wir uns gut erholen, 

schau`n von drinnen auf des Feuers Kohlen. 

Und sprechen über dieses Jahr, 

über das, was wird und das, was war!

Singen ein paar Weihnachtslieder, 

die alten, selben immer wieder.

Und genießen bei Sternen die stille Nacht - 

fühlen den Zauber, der sie ausmacht." 

Weihnachtszwerg mit pinker Mütze ín der Schubkarre mit Tannengrün  im Kleingarten
Beweisfoto

Macht es gut und bis nächste Woche! 

liebe Grüße, 

Corinna

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Kleingarten - adventlich geschmückt

Auch wenn mir dieses Jahr noch nicht sehr "weihnachtlich" zumute ist: Ein bisschen schlichte Dekoration bekommt unser Kleingarten schon verpasst☺! 

Am Eingang gibt es ein Kränzchen mit Holzkerze, die ich auf unserem örtlichen Renaissance-Weihnachtsmarkt erstanden habe 


Eine echte Kerze im Glas steht auf den Terrassentisch ...

... und ein paar Tannenzweige daneben ...

... allerdings noch mit Bäumchen dran 😉!

Denn dieser Kleine wird schon das dritte Mal unser Weihnachtsbaum! Bis es soweit ist, bleibt er im Garten.

Der junge Pflaumenbaum hat den gleichen Job wie an Ostern, nur sind die Kugeln ein bisschen größer als es die Eier waren....

Im Apfelgarten übernimmt der James Grieve jetzt die tragende Rolle für grüne Kugeln...

Und am Kirschbaum hängt schonmal unser Weihnachtswunsch - auch wenn's dafür noch ein bisschen früh ist.

...und zu guter letzt...

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Sonne von oben bei Planten un Blomen...

Zugegeben, dieser Reim ist wackelig, aber die Sonnenstrahlen bei unserem Parkbesuch vor 10 Tagen in Hamburg waren einfach wundervoll. Sie verleiteten mich dazu, x-mal ähnliche Motive - Gräser im Gegenlicht - abzulichten, und da müsst' Ihr nun durch...😉. Noch einen schönen Nikolaustag allseits! 

liebe Grüße und bis bald

Corinna

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Novembertage...

...sind meist nass, kalt oder beides auf einmal.

Plötzliche Wärme nervt eher, als dass sie erfreut, denn man schwitzt zwar in der dicken, warmen Wetterjacke, traut sich wegen Erkältungsgefahr aber auch nicht, sie auszuziehen 😕. 

Jeder Sonnenstrahl ist so selten wie hochwillkommen, denn alle Schattierungen von Grau drücken auf die Stimmung.

So sehnsüchtig jeder  Gartenzwerg auch in sein Reich hinausschaut...

... Er findet dort sicher noch allerhand Arbeit - nur ist mit den Blumen ein guter Teil der Schönheit verschwunden. 

Aber Zwerge und Menschen brauchen nun mal dringend Licht, Luft, Liebe (mindestens die zur Natur😉) , und so kommt einfach mal warm eingemummelt kurz mit hinaus in die Landschaft:

Mitten im Grau-Grau eines regnerischen Tages habe ich etwas Schönheit in Formen und Farben und am Ende die Sonne gefunden!

Hinterher gibt es heißen Tee und ein gutes Buch - versprochen! 

Nun geht's wieder ins Warme, ab zum Sofa, Tee und guter Lektüre 😃!

Ich habe es noch nicht komplett durchgearbeitet, aber erlaube mir trotzdem ein Urteil: 

"Das große BLV Handbuch Schnitt" von Wolf und Baumjohann scheint absolut empfehlenswert. Klare Skizzen veranschaulichen die ohnehin gute Beschreibung, wie der jeweilige Schnitt an Obst- und Ziergehölzen, Rosen und Stauden richtig auszuführen ist. Der Schnittkalender ist genial, damit man als Anfänger nicht den Überblick verliert: Ich habe gleich alle unsere Gartenpflanzen darin gemarkert☺.

Die Autoren geben auch gute Tipps zum richtigen Werkzeug: Insgesamt seeehr sinnvoll investierte 24,99€.

alles Liebe und bis nächste Woche

Corinna

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Ein großes Herz für Bäume ...

... schlug in Christa von Winning, die 1912 auf einem Gut in der Mark Brandenburg geboren wurde. Diese Leidenschaft ließ sie den - für eine Frau damals sehr ungewöhnlichen Beruf - der Gärtnerin ergreifen. Zeit ihres 100jährigen Lebens sammelte Christa von Winning  auf zahlreichen Reisen seltene Bäume und andere Gehölze, pflanzte sie auf ihrem Grundstück nahe Uelzen ein. 

Daraus wurde das "Arboretum Melzingen". Nach ihrem Tod übernahm eine Stiftung Verwaltung und Pflege, ein Cafe wurde eingerichtet, und heute ist dieser Ort ein kleines kulturelles Zentrum in der Region, wo viele Veranstaltungen stattfinden.

Der überregionale Bekanntheitsgrad ist noch ausbaubar. Unbedingt sogar, denn für Baumliebhaber und -kenner lohnt sich ein Besuch. 

Und für die Partner dieser beziehungsweise für alle Fans nicht schlank, aber glücklich machender Torten ebenso😉. 

 

Lieblingsgärtner und ich landeten hier an einem äußerst trüben Tag nach dem großen Sturm. Wir hatten ganz old-fashioned in einem älteren Buch mit Ausflugstipps geblättert und waren dort auf das Arboretum gestoßen. "Melzingen? Arboretum? Nie davon gehört! Und es liegt doch so nah, lass uns mal hinfahren!"

Die Hinfahrt mit x gefallenen und zu fallen drohenden Bäumen am Straßenrand war allein schon ein "arboristisches" Erlebnis der besonderen Art😉. Die häufigsten Sturmopfer waren Kiefern und Birken, seltener Eichen.

Ein vom Sturm kräftig gedrehtes Wegweiserschild tat noch das seine, das Hinfinden zu verzögern:

Aber endlich kamen wir am Ziel an. 

Vor Ort sollten Arboristen eines tun: Den Vergleich mit intensiv gärtnerisch gestalteten großen Anlagen wie Ellerhop bei Hamburg vergessen. Das Arboretum Melzingen ist weniger eine geschickt gestaltete Gartenanlage mit 1000 Stauden unter den Bäumen, sondern tatsächlich eine reine Sammlung schöner und seltener Gehölze, die besonderen Blatt-oder Blütenschmuck tragen.

Die Atmosphäre Melzingens ist sehr von der jeweiligen  Jahreszeit abhängig. Als wir da waren - an diesem grauen, nasskalten Tag im Herbst, an dem sonst kein Mensch vor die Tür ging - wirkte alles sehr verwunschen und geheimnisvoll. Die freundliche Cafe-Betreiberin erzählte uns aber, dass der Ort bei Baumblüte im Frühjahr wie verwandelt sei: Dann sei alles voller Farbe und Leben, und zahlreiche Besucher genössen den Anblick.

 

Dem Wetter war es leider geschuldet, dass meine Fotos (für deren Veröffentlichung hier erhielt ich die freundliche Genehmigung der Stiftung ☺) diesmal leider nicht die besten sind. Und ich liebe zwar Bäume, bin aber keine Kennerin seltener Arten und Sorten. 

 

Daher lasse ich euch heute einfach kommentarlos schauen, um einen ersten Eindruck zu gewinnen ...

Vielleicht habt Ihr  Lust bekommen, Melzingen im Frühjahr bei gutem Wetter selbst zu erkunden?

Ab Anfang März ist es wieder geöffnet!

Ich werde Melzingen auf jeden Fall wieder einen Besuch abstatten, mir ganz in Ruhe bei gutem Wetter alles nochmal ansehen und wenn sich die Gelegenheit bietet, auch an einer Führung teilnehmen. 

 

Noch mehr Infos zur Lebensgeschichte von Christa von Winning, zum Arboretum, Cafe und Veranstaltungen findet Ihr auch auf der Homepage  ...

http://homepage.arboretum-melzingen.de/

Macht etwas aus dem kommenden Wochenende, selbst  wenn das Wetter so lala wird: Ein schöner Spaziergang ist auch unterm Schirm eine gesunde Sache.

 

liebe Grüße, 

Corinna 

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Spätblüher - die letzten werden die ersten sein,...

...die uns jetzt noch im Staudenbeet Freude machen! 

Na klar, sie sehen allesamt schon ein bisschen "alt" aus - aber wir Menschen  sind ja auch nach den Herausforderungen des sich verabschiedenden  Jahres nicht mehr taufrisch 😉!

Und spät im Jahr sind es es auch keine prächtigen, munteren Blütengruppen, eher unerschrockene Einzelkämpfer, die noch Farbe zeigen. Auch so ähnlich wie bei uns Menschen 😕...


Im Herz- und Apfelgarten leuchtet vor allem noch die Gattung der Geraniümmer...

Hier das unerschütterliche, wenn auch auf Lehmboden etwas hakelige "Tiny monster" ...
Hier das unerschütterliche, wenn auch auf Lehmboden etwas hakelige "Tiny monster" ...
"Max Frei", der an sehr ungünstiger Stelle zwischen alter Betonplatte und Terrasse etwas Boden bedecken muss...
"Max Frei", der an sehr ungünstiger Stelle zwischen alter Betonplatte und Terrasse etwas Boden bedecken muss...
"Rozanne", das farbintensive aber hier sensible Ding...
"Rozanne", das farbintensive aber hier sensible Ding...
...und Lieblingsgärtners und mein Bodendeckerfavorit "Blushing Turtle"...
...und Lieblingsgärtners und mein Bodendeckerfavorit "Blushing Turtle"...
... sowie zu guter letzt nochmal die Art sanguineum, wahrscheinlich wieder "Max Frei", der den Fächerahorn und Lady Currykraut dezent begleitet.
... sowie zu guter letzt nochmal die Art sanguineum, wahrscheinlich wieder "Max Frei", der den Fächerahorn und Lady Currykraut dezent begleitet.

Die Malve wollte ich eigentlich wegen sturer Blühverweigerung kompostieren, entschied mich aber anders und pflanzte sie nur an den alten Kompostkasten. Prompt ...im November ...

😮😉. Da der gute Wille zählt, darf sie nun immer da bleiben!

Die arme, schneckengeplagte Dahlie hat auch noch ein tapferes Lächeln für uns übrig ...

... während der Phlox "Juliglut" sich ja wohl komplett in der Jahreszeit vertan hat?!
... während der Phlox "Juliglut" sich ja wohl komplett in der Jahreszeit vertan hat?!

Nun noch eine Pflanze, die ich ausnahmsweise einmal n u r nach dem Namen erworben habe: An Winteraster "Corinna" konnte ich bei Foerster-Stauden einfach nicht vorbeigehen...

Naja, und ihr scheint es im Kleingarten recht gut zu gefallen 😃!
Naja, und ihr scheint es im Kleingarten recht gut zu gefallen 😃!

Nun zu den gelben Novemberhelden...

Ringelblume - unerschütterlich. Nach zwischenzeitlichem Schwächeln scheint sie mit ein paar Kollegen bis Jahresende so weitermachen zu wollen...
Ringelblume - unerschütterlich. Nach zwischenzeitlichem Schwächeln scheint sie mit ein paar Kollegen bis Jahresende so weitermachen zu wollen...
Und auch die Rose von einem unserer Gartenfreunde blüht unverdrossen!
Und auch die Rose von einem unserer Gartenfreunde blüht unverdrossen!

Das "Schneewittchen" wartet wohl auch noch die erste weiße Pracht ab?

Und das letzte Lob geht wie immer an die unermüdliche Herbstanemone "Robustissima"! Den Teichrand, ihr altes Kerngebiet, hat sie komplett zurückerobert.

Ich glaube, sie einmal experimentiell gegen Giersch antreten zu lassen, könnte sich lohnen.

Das war's dann mit meinem kleinen Gartenstreifzug auf der Suche nach den Spätberufenen. Ich bin gespannt, was die nächsten Tage so an Wetter bringen, und was das wiederum mit meinen Novemberhelden macht...


Alles Liebe und stets eine Blüte am Wegesrand oder im Garten wünscht

Corinna

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"Ein Potsdambesuch ohne Karl Foersters Garten ist ein Irrtum"

... 

Im Original heißt es natürlich: "Ein Garten ohne Phlox ist ... ein Irrtum..."😉: Aus Begeisterung über seinen wundervollen Garten. habe ich den bekannten Spruch des berühmten Gärtners abgewandelt!

 

Karl Foerster, der von 1874 bis 1970 lebte, war einer der einflussreichsten Gartengestalter und Staudenzüchter des 20. Jahrhunderts. Aber er war nicht nur das, sondern auch ein Künstler, Schriftsteller und Philosoph. Seine treffenden Formulierungen zu Pflanzen, zum Garten oder  Gärtnern lassen Gartenenthusiasten nachdenken oder lachen. Immer wenn ich in unserem mehr als lebendigen, leider noch nicht bodenbedeckten Sommerblüherbeet jäte, kommt mir dieser in den Kopf: "Während der Gärtner schläft, sät der Teufel Unkraut!"😃. 

 

Nun aber von Anfang an: Lieblingsgärtner und ich machten in der ersten Oktoberwoche einen Ausflug nach Potsdam. Nach mehrstündiger Autofahrt in Potsdam angekommen, zog es uns gleich in Karl Foersters Garten.

Während sein ehemaliges Haus in privatem Besitz und bisher nicht für Besucher geöffnet ist, kann man den Garten selbst anschauen. 

Er diente Foerster als eine Art Versuchsfeld zum Prüfen von Gedeihen aber auch Harmonieren der Pflanzen miteinander. Foerster sah seinen Garten als "lebendigen Katalog", in dem alle Besucher sich die Pflanzen an ihrem Gartenstandort anschauen können. Zu jeder Jahreszeit - so Foersters Ziel - sollte in seinen verschiedenen Teilbereichen etwas blühen.

 

Der Eintritt ist bisher kostenlos, obwohl viel Geld benötigt wird, den Garten zu unterhalten. 

Die Stiftung Deutsches Denkmal, die sich um Verwaltung und  Instandhaltung kümmert, hat ein Spendenkonto eingerichtet - hier die Daten:

 

DSD Marianne Foerster - Stiftung

IBAN: DE98370800400212799402

BIC: DRESDEFF370

 

Möchte man - wie ich - Fotos des Gartens auf seinem Blog öffentlich zeigen, bedarf es einer Genehmigung! Diese wurde mir von der Stiftung auf Antrag freundlich erteilt! Auf deren Seite finden sich weitere interessante Informationen: 

 

https://www.denkmalschutz.de/denkmal/Wohnhaus-und-Garten-Karl-Foerster.html

 

Wenn Ihr mögt, kommt nun mal mit!😃

Als erstes traten wir durch diese schlichte, schöne Pforte hinein  ...

 

 

Der Eingangsbereich -  dieser Teil nannte sich "Herbstgarten" - war in seiner Komposition und  Blütenfülle gleich sehr beeindruckend ... 

Auch wenn Lieblingsgärtner sich kaum von den strahlend schönen Astern trennen mochte und eifrig die Sortenschilder studierte, gingen wir irgendwann weiter in den nächsten Bereich. 

Hier ein paar Impressionen aus dem "Steingarten" und weiteren wunderschönen Ecken...

Was für eine fluffig-leichte Wirkung eine ganze Bande von Blauschwingeln doch ausstrahlen kann, oder? Und Farn erst! Mehr Platz müsste man haben 😃...

Dies war - glaube ich- Teil des "Frühlingswegs" ...

Ich gestehe, dass ich vor lauter Begeisterung vom Gesamtbild vergessen habe, zu welchem Bereich genau was gehörte 😕😉...

Auf jeden Fall nähern wir uns nun dem Herzstück des Foerster- Gartens, das auch den größten Gartenmuffel staunen lassen würde: dem "Senkgarten". Ich verschone euch im folgenden weitgehend mit meinen "Achs" und "Hachs", auch wenn ich sie mir kaum verkneifen kann 😉...

Hier kann ich nicht schweigen: In der folgenden Kombination entzückt mich sogar die in Kleingärten meist nervige Goldrute! 

Ein Blick auf Karl Foersters Haus vom Senkgarten aus ...

Als wir uns sattsahen, kam noch ein kleines "Tüpfelchen auf dem i" angelaufen ...

Unter der dichten Pflanzendecke schien etwas spannendes zu rascheln😉!

Noch ein paar letzte Eindrücke...

Das war es leider schon.😕

Ich m u s s dort nächstes Jahr wieder hin. 

In den Förstergarten und nach Potsdam.

Aber dann vielleicht im Frühling, um die frühblühenden Gartenbereiche genauer zu bewundern. 

Wildes Hin-und-her-Gewitterwetter  ...

... wie wir es Anfang Oktober unmittelbar nach dem großen Sturm erlebten ...

... hatte dazu geführt das ein Großteil der Potsdamer Parkanlagen verständlicherweise gesperrt war. Überall lagen ganze oder halbe Bäume: Wenn Ihr genau hinschaut, dann auch unter dem abgebildeten riesigen Baum, in dessen Nähe wir gepicknickt haben.

 

Noch einmal zurück zum Foerster-Garten: Falls jemand von Euch große Sehnsucht bekommen hat, aber derzeit nicht hinreisen kann oder mag, habe ich eine kleine Trostpflasterempfehlung.

Dieses Buch ...

... fiel mir in der benachbarten Gärtnerei "Foerster-Stauden" in die Hände. Die ist übrigens ein schrecklich schönes Mekka für Pflanzenverrückte mit ausnehmend freundlicher, kompetenter Beratung ☺!

 

Das Buch nun finde ich sehr angenehm geschrieben, mit vielen schönen Abbildungen versehen. Man erfährt darin eine Menge über Foerster Leben und Werk - vor allem über seine Ideen zur Gartengestaltung. Der Preis von 34,90,- € nicht gerade gering, aber dem ertragreichen Inhalt für Gartenfreaks angemessen.

 

So Ihr Lieben, das waren hoffentlich ein paar Farbvitamine für die ersten grauen Herbst- Tage?! Ich wünsche allseits erkältungsfreies Naturgenießen ☺...

 

liebe Grüße

 

Corinna,

die sich immer noch nicht von den Bildern trennen mag und für alle begeisterten Ganzjahres-Gartenbuddler diesen Sinnspruch anhängt ....

 

3 Kommentare

Arbeit am Beet von früh bis spät ...

...ach ja, das wäre nett 😉! Ist aber leider nur am Wochenende möglich. Es gibt noch eine Menge zu tun jetzt im Herbst - ich zweifle daran, dass wir alles rechtzeitig vor dem ersten Frost schaffen.

 

In einem Anfall von Blütensehnsucht hatten wir im Spätwinter beim Händler Blumenzwiebeln bestellt. Als das Paket mit dem fast 400 Stück vor 2 Wochen kam, guckten wir zuerst auf die Rechnung und dann uns an: "Sag mal, wieso hast Du jetzt so viele Zwiebeln bestellt?" "Wieso ich? Du!" Nee, Du hast angefangen!" "Und Du mitgemacht!"

Schön, dass wir das klären konnten ☺.

Im Grunde sind 400 Zwiebeln verteilt auf 1000 qm gar nix: Beim Wildkrokus lautet so die Pflanzempfehlung für den Quadratmeter. Für e i n e n Quadratmeter! "Nur so wird -Zitat aus einer Gartenzeitschrift-   eine gute Flächenwirkung erzielt".

Nun ja. Ich meine dennoch, 400 Zwiebeln insgesamt sind subjektiv gesehen schon allerhand - schließlich wollen die Dinger liebevoll mit kleiner Sandunter- und -auflage in die Erde gebracht werden, und das dauert! Dann muss auch noch das Wetter stimmen, und das spielt zur Zeit nicht mit. "Zum Glück, " grinste Lieblingsgärtner, der den letzten Zwiebelsteckeinsatz, als er mit Unkrautstecher und hochrotem Kopf in unserem Betonlehm im Rasen Löcher stocherte, noch bestens in Erinnerung hat.

Der Karton mit den Zwiebeln reist schon ein paar Tage immer im Auto mit uns hin und her, und ich hoffe, die ersten keimen dort nicht schon! Obwohl ... so blühender Zierlauch, Narzissen und Perlblumen auf der Rückbank hätten ja auch wieder was😉!

 

Und dann habe ich mir noch so ein Megaprojekt vorgenommen: Umgestalten des neuen großen Staudenbeets mit Feldsteinumrandung, hübschen Steinringen und Anlegen einer mähtauglichen Rasenkante *ächz*. Dabei wurde mir mehr als klar, dass ich eine Bandscheibe besitze und abendliches im Garten konsumiertes Fastfood nicht ideal für die Fitness ist😉! 

 

Es ist alles erst halbfertig, aber ein paar Eindrücke kann ich schon zeigen.

 Jo, als erstes das folgende Foto. Es illustriert meine Feldsteinverlegemethode - immer an der Schnur lang, um einen halbwegs geraden Abschluss für die Kante zu erhalten...

Und hier erste Eindrücke vom Gesamtbild und der leider schon vergehenden Asternfreude...

Jaja, der Weg zum erfolgreich renovierten Beet ist noch lang- aber die Trittplatten liegen schon mal😉! Die Betonsteine im Vordergrund müssen erstmal bleiben, weil wir noch ein weiteres Projekt vor der Hand haben: Sämtliche Waschbetonplatten des Weges aufnehmen - juhu. Ich glaube, ich wandere aus😕. 

 

Ich wünsche ein erholsames Wochenende und freue mich, in der nächsten Woche besondere Ausflugsfotos zeigen zu können... 

 

liebe Grüße

 

Corinna

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Mein Garten ist mein Paradies - Über'nZaungucker willkommen ...☺

Als ich neulich auf der Gartenbank saß, vom Jäten verschwitzt einen Schluck Wasser trank und überlegte, was ich mit den gerade  im Boden gefundenen, gefräßigen Maikäferlarven tun sollte, sprach mich eine Frau mittleren Alters an.

Sie habe auf Ebay gelesen, in unserer Kolonie sei einer der Gärten zu vergeben. "Ich will mir schon lange einen Kleingarten kaufen, und mir diesen nun ansehen. Wissen Sie, wo der hier in der Kolonie ist?" 

Bei über 200 Gärten hatte ich keine Idee, wo der gesuchte Garten zu finden wäre. Daher gab ich nur den Tip, zur Sprechstunde den Vorstand zu fragen.

 

Hinterher überlegte ich, welche Kleinigkeit mich an der harmlosen und nett gestellten Frage der Frau  gestört hatte.

Richtig, es war das "Kleingarten ... k a u f e n".

Vielleicht hätte ich gleich sagen sollen, dass man einen Kleingarten nicht "kaufen" kann wie ein Brötchen beim Bäcker (?). Aber ich wollte gegenüber einer möglichen neuen  Gartenfreundin nicht unfreundlich scheinen und so schreibe ich lieber hier darüber  ... ☺.

 

"Das ist mein Kleingarten. Den habe ich für 200 Euro gekauft und damit mache ich, was ich will."

An diesem Satz, den ich ab und an von Gartenfreunden höre, ist bei Licht besehen, einiges falsch.

Wir alle haben - so sehr wir "u n s e r e" Gärten lieben - diese nicht gekauft, nur gepachtet, auf hoffentlich laaange Zeit. 😕

Auch wenn sich langjährige Pacht wie Kaufen anfühlt: Das Eigentum am Garten geht eben n i c h t über - nur der Besitz. Ich darf zwar im Gegensatz zur Miete  "Früchte ziehen", aber nicht alles nach Belieben mit dem Garten machen. Das sauber zu unterscheiden, ist keine öde  Wortklauberei, echt nicht😉, sondern einfach wichtig, wenn man verstehen will, was Kleingärtnern eigentlich ausmacht.


Die Jahreskosten für einen klassischen Kleingarten - mit Pacht, Wasser, Strom, Versicherung, Vereinsbeitrag -hängen von Faktoren wie Region, Lage, Angebot ab: Im Durchschnitt ist mit rund  200 Euro zu rechnen. Hinzu kommt je nach Wert eines Gartens ein einmaliger Abstand. Er kann bei oller Hütte und hoffnungslos verwildertem Garten 0 Euro - bei toller Hütte und tollen Pflanzen mehrere 1000,-Euro betragen.

Im Vergleich gesehen ist der tatsächliche Kauf oder auch nur die private Pacht einer Gartenfläche überall meist wesentlich teurer.

 

Daher ist es nur logisch und fair, wenn mich dafür, dass ich auf einem Stück Land quasi Dank öffentlicher Unterstützung günstig gärtnern und Natur genießen kann, im Gegenzug auch ein paar     Pflichten treffen, oder?


Ich darf - nur ein Beispiel -  im eigenen, nachbarlichen oder im Interesse des Nachfolgers keinen alles verschattenden Riesenbaum pflanzen - so schön dieser auch wäre *seufz*. Und eigentlich ist es auch einsichtig, dass etwa für eine gute Birnenernte auf bestimmte, den Birnengitterost bewirtende Wacholder (Juniperus chinensis) zu verzichten ist. Es gibt im riesigen Pflanzenreich immer  Alternativen. 


Klar ist, dass ich neben allem Grillen und Chillen mein Stückchen Grün zumindest ein wenig begärtnere: also etwas anpflanze und pflege, was ich esse oder was den Garten ziert. Es sollte auch selbstverständlich sein, dass ich den Garten nicht als Müllhalde nutze und auch  potentielle Nachfolger damit beglücke. 

Wir haben Gemeinschaftsarbeit zu leisten, um dafür zu sorgen, dass Flächen und Einrichtungen des Vereins unterhalten werden. 

Dazu gehört, das Stück Gehweg vorm Zaun mit Arbeitsaufwand freizuhalten. Ferner ist es doch selbstverständlich, mal einen von nebenan auf den Weg gefallenen Ast oder ein  achtlos hingeworfenes Stück Müll aufzusammeln? Und zwar auch dann, wenn keiner hinguckt 😉...


Zu guter letzt - das ist eine  Pflicht, die gern verdrängt wird - hat man als Kleingärtner auch etwas "Einblick" in seinen Garten zu gewähren. Nee, nicht so erschrocken gucken! Ich meine natürlich nicht das Durchschleusen von Besucherscharen im Rahmen täglicher Führungen😃😉! Rückzugsmöglichkeiten im Garten sind nicht nur für Gartentiere sondern ebenso für uns Gartenmenschen existentiell wichtig. Dennoch, wenn 10 undurchdringliche  Flechtwände wie Barrikaden mitten in einem Garten stehen, und durchgängig riesige Sträucher die in den Himmel wachsende Hecke bei der totalen Abschottung unterstützen, dann ... dann läuft's ein bisschen falsch. Erholungswillige große und kleine Spaziergänger sollen nicht wie durch einen grünen Heckentunnel durch die Kolonie geschleust werden, sondern über Zaun und Hecke in unsere Gärten linsen dürfen. 


Das war und ist allerhand, oder?!

 

So, liebe kaufwillige, angehende Kleingärtnerin, vielleicht hast Du das zufällig gelesen und magst immer noch einen Kleingarten ... pachten?! 😉

Hast Du tatsächlich Lust auf Kleingärtnerei und damit auf schmutzige Fingernägel, eigenes, von Schnecken vorab probiertes Biogemüse, laue und eisige Gartenabende,  wundervolle Blütenpracht und puderigen Mehltau, liebliches Vogelzwitschern sowie  dröhnendes Rasenmäher-, Betonmischer- oder Laubpustergeräusch, wenn Du gerade ein Schläfchen halten willst?

Du liebst es bei der Gemeinschaftsarbeit im strömenden Mairegen Löcher zu buddeln, Sand zu schaufeln, wilden Müll von A nach B zu schleppen?

Du magst die im Herbst zusammenzufegenden Berge von buntem Laub, freust Dich auf die leckersten Äpfel der Welt garniert mit Schorf und auf stetige unerwartete Begegnungen mit einem großen Teil der vielfältigen Fauna in unserem Land? 

Du hast Freude am Umgang mit supernetten sowie verhaltensoriginellen Gartenfreunden und Nachbarn, mit freundlichen aber auch mit ein paar Spaziergängern, die Dich als Teil der Kleingärterspezies stumm und  skeptisch und begucken wie ein seltenes Tier im  Zoo?!

 

Echt ???

Du nickst immer noch willig, und ich sehe keine Staubwolke von Deinem eiligen Entschwinden???

Herzlich willkommen !!!😃

Ich drücke fest die Daumen, dass Du einen Kleingarten in unserer Kolonie pachten kannst! Wir sehen uns. 🍀


lhr Lieben, Grüssis und noch eine schöne Restwoche! Nutzt alle gut die von den Wetterfröschen verkündete Rückkehr der Sonne fürs kostenloseTanken von wertvollem Vitamin D !


alles Liebe,

Corinna     

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Ein kleiner Fan der großen Aster ...

... ist ein hübscher Schmetterling, der sie täglich besuchen kommt. 

Mit diesen Fotos sende ich heute liebe, aber kurze Grüße aus dem Kleingarten: Wir haben gerade eine Menge zu tun und sind auch viel unterwegs. Genießt die von der Wetterglaskugel versprochenen 2 schönen Herbsttage!

alles Liebe

Corinna

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Zwei Kleingärten - eine Septemberblütenfreude

... die wir unbedingt genießen müssen! Genauso wie jeden Sonnenstrahl. 

 

In beiden Teilgärten leuchten nun unterschiedliche Farbtöne.

 

Erst möchte ich euch mit in unseren "Herzgarten" nehmen. Der heißt so, weil er ganz und gar selbst angelegt ist, uns besonders am Herzen liegt und einen herzförmigen Buchs als Wahrzeichen hat.

 

Hier gibt die pinke Hütte die Farbskala vor😉: 

Freude macht vor allem die hohe, namenlose Echinacea, die Lieblingsgärtner und mich auf dem örtlichen Wochenmarkt anlächelte. Natürlich konnten wir das arme Ding nicht einfach stehen lassen - ab in unseren Herzgarten...

Und hier wächst auch die kleine Schwester, die noch frischer in die Gegend guckt ...

Von meinen Phloxen sind Phlox amplifolia "Winnetou" ...

... und zu meiner besonderen Begeisterung auch mein Sämling "Junifreude" wahre Septemberhelden. 

Naja, dass Herbstanemone tomentosa "Robustissima" auch nach Wochen noch dabei ist, ist ja klar!

Nun zu den stillen Stars! 

Eine, auf die immer Verlass ist und die ihre Sache prima macht, sich aber nie in den Vordergrund drängelt: Die hohe Fetthenne. Eventuell ist es die bekannte Sorte Sedum telephium "Herbstfreude", aber da sie schon vor uns im Garten war, weiß ich es nicht genau...

Ein weiterer liebenswerter Mitarbeiter und seit Mai ein Immerwiederblüher Geranium sanguineum - eventuell die Sorte "Max Frei".

Ein neuer Schatz: Im letzten Jahr in der  Gärtnerei im Nachbardorf erworben. Ich bin angetan von Größe, Blütenfülle und relativer Schneckenresistenz dieser Aster ...

Nun kommt noch eine wahre Drama Queen zur Geltung. Im letzten Jahr noch einmalblühend und stark rostgeplagt, wartet sue dieses Jahr mit Zweitblüte und endlos vielen Köpfchen auf: Stammrose Moin-Moin.

Zum Schluß machen wir noch ein paar Schritte durch das Törchen ... 

... in den zweiten Gartenteil, den  "Apfelgarten". Der heißt so, weil wir planen, hier einige alte Apfelsorten anzupflanzen, ferner ist die Hütte apfelgrün und aus dem großen Buchs plane ich, nächstes Jahr einen Apfel zu schneiden ...

Die Tomaten vor der Hütte sind inzwischen abgeerntet - lecker war`s ... Und im großen Staudenbeet direkt daneben habe ich mich mit der Farbe Gelb ausgetobt: Rudbeckia fulgida sullivantii "Goldsturm" machts vor, wie ich es gern hätte...

Und dieses Paar habe ich aus Platznot zusammengebracht: Nun erfreue ich mich am Knistern zwischen blauer Wucheraster und der Sonnenbraut...😃

Die filigrane Helianthus Micorocephalus-Hybride "Lemon Queen" ist für mich die tatsächliche Königin der Gelben. Ganz ruhig thront sie über ihren Kollegen, völlig unaufgeregt, und zieht doch durch ihre grazile Form alle Blicke auf sich ... 

Und hier noch die Unermüdlichen - Ringelblumen...

Hätte man mir vor drei Jahren gesagt, ich hätte einmal so viel Freude an Blumen und Blüten, hätte ich mir an die Stirn getippt. Ja sicher, Natur mochte ich schon immer, aber dass ich mich in einem Garten wohlfühle wie der Fisch im Wasser? Naja...

Und nun? Ähm ja, doch, ist so. 

Es macht gerade jetzt im Herbst eine Menge Freude, das, was man das ganze Jahr geplant und beackert hat, genießen zu können. In beiden Gärten geht es in dieser Jahreszeit eher entspannt zu. Zwar haben wir eine Menge Projekte im Kopf und uns wird nie langweilig, aber der Stress der Zeit der frischen Übernahme des Apfelgartens im Mai ist schon vergessen. 

Ich wünsche euch noch ganz tolle, sonnige und bunte Septembertage! 

liebe Grüße, Corinna

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Ich bedanke mich bei Euch allen ganz herzlich für den treuen Besuch bei Kleingartenplausch in 2017 und freue mich schon sehr auf das Gartenjahr 2018!

Habt einen guten Rutsch und einen möglichst gesunden, sonnigen und glücklichen Start ins neue Jahr!

Alles Liebe,

Corinna