Dezemberregen ...

... ist doof! Was hätten wir uns in diesem Sommer über ein bisschen Wasser von oben gefreut! 

Das einzige, was ab Mai bis September von oben fiel, waren Schweißtropfen, wenn wir bei flimmernder Hitze den Schlauch ausrollten, um unsere Pflanzen vor dem Vertrocknen zu retten. 

Und nun gießt es also draußen, einen Tag nach dem Ersten Advent. 

Nix mit Schnee und Sonnenschein, wie wir das von vielen kitschig bunten Urlaubs- und Weihnachtspostkarten kennen.

Dafür grauer Matsch, der an den Stiefeln klebt. Und den man - ich sag's euch - nur mühsam vom Smartphone gepuhlt bekommt, das darin badete, weil seine Besitzerin um 6.00 noch im Laufen schlief.


Und der Clou an der Sache: 12 Grad! 

Ich habe heute früh zunächst meinen Restinfekt und dann den Wollpulli verflucht bis mir klar wurde, dass beide nicht schuld am Hitzegefühl waren.


Tja und zu guter letzt streicht einem noch der Montags- "Kater" fauchend um die Beine: Am Samstag startete in unserem Kleingarten ein tolles, lebhaftes Baumschnittseminar. Mit gutgelaunten Gartenfreunden sowie einer einzigartig guten Lehrerin - Sabine Fortak, 1. Vorsitzende des Pomologenvereins Deutschland. 

Und nun fühlt sich die vertraute, stille Schreibttischarbeit seltsam fremd an.

Hinzu kommen mitmenschliche Reibungen, die mich nicht kalt lassen: Es ist nicht leicht, wenn Menschen für die gleiche Sache zusammenarbeiten wollen, die verschiedene Werte und Denkmuster haben.


Wenn also alles in schicken Grautönen leuchtet - wie bei mir heute früh -  hilft nur eines, nicht seelisch grau zu werden: Kreativität! Frische Luft!

Mal durch die Kamera gucken, ob sich nicht neue Perspektiven und Bilder auftun.

Das tat ich , und sah plötzlich Schönes im  Dezemberregen.

Ich wünsche euch eine gute Woche! Alles Liebe, 

Corinna

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Gartendeko - Kreidekunst auf Kompostkiste

Okay, das Wort "Kunst" in der Überschrift ist nur meinem Wunsch nach einer Alliteration in der Überschrift geschuldet 😉. Tatsächlich aber bin ich überrascht und begeistert davon wie haltbar Kreide doch outdoor ist.


Aber ich will von Anfang an erzählen:

In unserem Apfelgarten standen im letzten Jahr noch drei alte Komposter. 

Bei Nr.1 hätte ich nur leicht gegenpusten müssen und das gute Stück wäre von allein zusammengefallen. Und so schaufelte Lieblingsgärtner es leer, wir bauten es ab und entsorgten das gammelnde Altholz. 

Nr.2, nun ohne Stütze, fing ebenso an zu wackeln. Daher fing Lieblingsgärtner ebenso mit dem Freischaufeln des alten Komposters an, bis er erschrocken auf ein Nest mit Hummeln oder kleinen Erdbienen stieß...

Mist! Die armen Tierchen waren sichtlich aufgeregt ob der Störung - dabei aber in keiner Weise aggressiv! Also wenn jemand so an m e i n e r geliebten Behausung rütteln würde, wäre i c h verdammt sauer! Nicht so die Tierchen. Uns tat es sehr leid, unabsichtlich soviel Unordnung in ihren Bau gebracht zu haben: Es wurde erstmal ein Buddelstopp bis zum Winter verhängt.

Tatsächlich waren die Summer  im Januar nicht mehr zu sehen - ob ausgeflogen oder sowieso am Lebensende blieb unklar.

Als dann auch Komposter Nr.2 abgebaut war, blieb nur der, noch sehr stabile Dritte übrig. Da dort bereits ein Blutweiderich, den die Vorgänger dirt hineingewirfen hatten, sich erholt hatte und angewachsen war, beschloss ich dort weitere Pflanzen anzusiedeln und ein blühendes Hochbeet daraus zu machen.

Das funktioniert prima: ausrangierte Iris, Blutweiderich, sogar versäte Vexiernelken und vor allem die späte Wucheraster ( Foto) scheinen von diesem erhöhten und nährstoffreichenPlätzchen doch sehr angetan.

Und auch außen herum blüht es auf ...

Aber zu dem Zeitpunkt, als ich mit dem Bepflanzen anfing, fehlte noch ein Gimmick. Etwas Farbe an dem alten Kasten. Ich hatte die Idee, mit umweltfreundlicher Acrylfarbe in den  Farbtönen "Tanne" und " Schokolade", Dunkelgrün und -braun, einen Apfel darauf zu malen:

Ein einfaches Motiv, dass auch mäßig begabten Malern gelingt und zudem ein Symbol für unseren Apfelgarten!

Aus der Ferne aber konnte man den Apfel nicht gut erkennen, also fix die Konturen mit Kreide nachgemalt. 

Ich dachte, beim nächsten Regen wäre der Zauber abgespült - aber weit gefehlt! Fezchtigjeit langt nicht - ohne Wischen geht da gar nix! Gut, der Komposter steht an wetterabgewandter Seite, dennoch staune ich: Mein Kreidekonturapfel hält nun schon über ein halbes Jahr☺!

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Gastbeitrag Lotti: Herbstimpressionen aus dem Kleingarten

" Mau!!!

Dosine hat wieder keine Zeit, auf den Klackertasten herumzuklimpern!

Ständig hängt sie kopfüber in den Beeten und muss ihren Grünkram betüdeln! 

Und bepladdern: Iiiiihhh! Da bleib' ich fern! Nicht, dass mich ein Tröpfchen erwischt!


Ich versteh' s nicht: Dosine zieht immer Grünkram raus und stopft neuen wieder rein?!

Das macht soviel Sinn wie Futter ohne Leckerlie! 

Nach der feinen Sommerstille - hach, was konnt' ich da unterm kühlen Busch  träumen und keiner sah mich - sorgt sie nun mit ihrem Grabestock für viel, viel Unruhe in meinem Revier! 

Immer redet sie von "Goldener Herbst" und "Pflanzzeit"?! Gequirlte Hundeschiete is das: Ich hab' mehr Hunger, es wird nachts kälter und mein Pelz dicker - d a s ist doch viel, viel interessanter!


Anstatt in Mäusewohnungen rumzustochern sollte sich Dosine lieber wie ich auf den warmen Platten in der Sonne rollen oder ein Nickerchen auf der Decke halten!"

" Ich schlug Dosine vor, mitzumachen- da lachte sie nur. Aber ich krieg' sie schon noch erzogen! Wer je an Kätzchen geübt hat, bekommt doch so ein Zweibein in Griff?!


Als ich hier angefangen hab' .... 

Das war, als die Vögel wieder sangen und die großen Bommelblumen rumwedelten, da hab' ich auf Einladung rübergemacht von der Alten wilden Heimat hierher!

Da waren Dosine und Dosi noch hektischer! Immer nur Grabstock hier und Pladderkanne da! Ich hab' s laaangsam aber stetig durch beharrliches Vollschnurren geschafft, dass sie beinahe so viel bei mir rumsitzen wie ich! Und dass sie mich kraulen und ihr Grünzeug vom Sitzen aus anschauen!


So. Was wollt' ich? Ach ja! Ich soll mit der Pfote auf den Kasten drücken, den Dosine immer dabei hat: Das muss damit zu tun haben, dass der Dosi gestern gebückt durchs Revier schlich und immer s e i n e  Blitzkiste drückte! Ich war ja froh, dass der nur auf die Blumen glotzte und nicht - wie Dosine - m i r mit dem Ding zu Leibe rückte!


Was? Ihr seid auch Blumenglotzer?

Ich verlier den Glauben an Euch Zweibeiner- das ist öde, die bewegen sich nicht und schmecken tun sie auch nicht.

 Aber, na schön: Dann taps ich jetzt mal drauf, Ihr guckt, und ich döse ein bisschen...."

Los geht' s....

"Fertig mit Gucken? Halt, eins ist hier noch! Das feinste, nämlich ich mit Windschutzhütchen aus echtem Kirschblatt! Das trägt Katz, die auf sich hält, nun.

Wieso grinst Ihr?!

Ihr Zweibeiner, wie soll man Euch nur  verstehen?!

Na schön: 

Das war' s!

Auf Wiedersehen!" 

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Ich bedanke mich bei Euch allen ganz herzlich für den treuen Besuch bei Kleingartenplausch in 2017 und freue mich schon sehr auf das Gartenjahr 2018!

Habt einen guten Rutsch und einen möglichst gesunden, sonnigen und glücklichen Start ins neue Jahr!

Alles Liebe,

Corinna