Gastbeitrag Lotti

"Miau.

Ich meine natürlich: Hallo, Zweibeiner! 

Ich mach' heute Vertretung.

Die Zweibeinerin, die mich krault und immer die Tasten antickt, hat zu mir gesagt:

"Jetzt ist plötzlich Frühling, Lotti, ach was, es ist Sommer!

Du musst in Deinem dicken Fell doch schwitzen?!

Und ich auch. Im Kleingarten und Kleingartenverein ist soviel zu tun!

Herz-, Apfel-, und Projektgarten warten auf Pflege beziehungsweise Aufbau. 

Und dann gibt es noch diverse weitere Aktionen. 

Alles sprießt! 

Die Frühblüher u n d das Unkraut! 

Und ich komme einfach nicht zum Bloggen!

Schon zweimal hat es nicht geklappt! 

Willst Du nicht mal ran, Lottilein?!" 

 

Naja, ich bin ja kein Untier und ließ mich nicht lange bitten.

Ich schlug perfekte Themen vor: "die aktuelle Mäuselage", "der einzigartige Geschmack von Schwarzweißer-Kater-Knuspertaschen" und "Fellpflege leicht gemacht".

Alle diese wunderbaren Ideen hat sie lachend abgelehnt!

Ich solle doch lieber über meinen Tag schreiben, hieß es. 

Das sei interessant, hieß es. 

Blabla. 

Aber bitte: Sie hat es nicht anders gewollt. 

Und vielleicht werde ich ja sogar berühmt?

Man darf auch als Katzenoma noch träumen...

Aber, ähm, nun zu meinem Tag...

Der Tag, den Ihr Felllosen den "Samstag" nennt, fing damit an, dass ich in meinem Unterschlupf unsanft geweckt wurde.

Goldie, die olle Streitsucherin, so eine Korpulente in ganz buntem billigem Pelz, war in meine Räumlichkeiten eingedrungen und hat mich geohrfeigt."Nimm das!" hat sie gekreischt," und wage es ja nicht wieder meine Futterportion  zu fressen!" 

Hab ich gar nicht.

Und wenn, dann nur ein bisschen.

Und außerdem völlig zu recht.

Aber ich hatte keine Lust auf weitere Diskussion und Ohrfeigen und trat lieber den Rückzug an.

 

Ich schlich schlecht gelaunt ins Nachbarrevier. 

Dort machten die Kraulerin und der Futtertütenöffner - wie ich gehofft hatte - schon kräftig Lärm. 

Sie schleppten aus der alten Hüttenruine Sachen heraus und taten sie in so große, unangenehme Raschelsäcke. 

Dabei schimpften sie. Ich verstand kein Wort, aber es klang in etwa so: "Dieser ganze Müll - immer noch ist etwas abzutragen! Dabei wollen wir endlich pflanzen und den Projektgarten richtig anlegen."

 

Die waren mir zu laut: Ich musste etwas Ruhe in den Laden bringen! 

So kletterte ich auf meinen Aussichtsposten, von dem aus ich alles im Blick habe. 

Dort guckte ich möglichst niedlich. 

Und es klappte: Die Zweibeiner lachten, setzten sich zu meinen Füßen und raschelten mit ihren eigenen Futtertüten.

Auch ich bekam - wie erwartet-  ein viel zu kleines, aber feines Frühstück.

Nicht schlecht, so konnte der Tag beginnen.

Aber die Zweibeiner waren ungemütlich.

Viel zu bald schon sprangen die Kraulerin und der Futtertütenöffner wieder  auf. 

Sie fingen an mit Kratzstöcken, "Spaten" sagen sie dazu, in der Erde herumzuscharren und ich hörte immer wieder "Beet"! 

Beet? Bett mussten sie meinen!

 

Ich für meinen Teil jedenfalls machte es mir kuschlig. Vor ein paar Sonnenaufgängen hatten die Zweibeiner das gräßlich laute Ding ins Revier geschoben. Ich meine das Ding, das alle Zweibeiner schieben, sobald es warm wird: Es schneidet das Gras, so dass wir Katzen nicht mehr so gut schleichen können.  

 

Aber immerhin, das konnte man doch als feines duftendes Bettchen nehmen?

Ich probierte mal, wie sich das anfühlte. 

Herrlich gemütlich. 

Ich muss wohl so ein bisschen eingeschlafen sein. Denn irgendwann klapperten die Zweibeiner schon wieder mit ihrem Futter herum. 

Diesmal schien es mehr zu sein. Es roch gut, aber gerade als ich probieren wollte, schimpfte die Kraulerin! 

 Ich war empört. 

Und drehte mich um. 

Sie musste sich schon etwas einfallen lassen, um mich wieder zu besänftigen. 

 

Na schön, das Stöckchenspiel war keine schlechte Idee. 

Ich verstand zwar nicht, warum die Zweibeiner lachten? Ich war doch wie immer sehr geschickt im Fangen!

Leider war das Spiel viel zu kurz!

Schon bald fingen die Zweibeiner wieder an, in der Erde zu kratzen. 

Als sie fertig waren, schien es mir so, als solle ich ihre Arbeit einmal betrachten...

Nun ja, ich verstand nicht ganz den Sinn. 

Aber es saß sich darin recht gut. 

Nur komisch, dass die Zweibeiner schon wieder lachten?!

Bald danach ist die Sonne dann untergegangen.

Die Zweibeiner sagten "Tschüß, Lotti" und gingen fort.  

Ich fand es aber noch  angenehm, begrüßte die vorbeikommenden Kollegen und den Mond. 

Miau, das war`s !"

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Doch noch ein kleiner Krokus-See ...

... bei uns im Garten, Ihr Lieben 😃! 

Ich bin sehr überrascht und froh, sagen zu können: Ende gut alles gut.

Denn im Herbst hatten Lieblingsgärtner und ich munter 200 Krokuszwiebeln gesetzt. Naja, munter ist gut - das war wahrlich sehr anstrengend. Aber wir träumten ja von einer sonnigen Frühjahrswiese mit lauter weißen Tupfern darauf. 

Und es ließ sich gut an: Alle kamen auf. 

Dann die Enttäuschung: Gefühlt alle rissen unbekannte tierische Spielverderber teils mit Zwiebeln teils ohne  aus: Vögel? Oder Mäuse?

Egal.

Aber echt doof.

Irgendwie aber sind die kleinen Krokusse - Krokus chrysanthus "Ard Schenk"- sehr viel zäher als gedacht. Nachdem ich gerade eben im Garten die Häupter meiner Lieben gezählt habe, kann ich statt 100 doch nur 10 % Verlust melden: Juhu!😃


Die Bienen waren heute mittag schwer entzückt und ich  hoffe, I h r  habt Freude an den Fotos! 


liebe Grüße und bis bald, 

Corinna


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Bei den Schneeglöckchentagen ...

... war ich am vorletzten Wochenende. Zu diesen lädt  Garten von Ehren alljährlich im Süden von Hamburg ein. Diverse Aussteller präsentieren Schneeglöckchen und vieles mehr. Dank der Glöckchen lag trotz Schneeresten ein Hauch von Frühling in der ... 

... noch kühlen Luft, und die Osterdeko war natürlich auch schon zu bewundern...

Es gab Schneeglöckchen in vielen verschiedenen Sorten, aber auch andere Frühblüher. Die Aussteller waren zum Teil aus dem europäischen Ausland angereist, um hier ihre Schätze anzubieten. 

Auf dem Foto ist ein Ausschnitt des großen Angebots von Michael Camphausen zu sehen. Von ihm hatten Lieblingsgärtner und ich in den letzten Jahren einige schöne "Alliümmer" erworben. Und auch dieses Jahr wollte ich ein paar Sorten mitnehmen, zwang mich aber angesichts des noch sehr gefrorenen Bodens zur Bescheidenheit  ... 

Dies war am Ende die kleine Ausbeute: 

Allium Ambassador und Purple Sensation als bewährte wundervolle Klassiker und eine spannende Neuheit: Venus.

Allesamt landeten sie erstmal in der frostfreien Gartenhütte. 

Nicht auf dem Foto: 2 erbeutete Schneeglöckchen Galanthus nivalis - wohl nichts für Sammler, aber ich will erstmal mit den Glöckchen Erfahrung sammeln. Diese sollen sich sehr gut vermehren und robust sein - schauen wir mal, wie sie sich im Kleingarten so schlagen! Auf jeden Fall standen sie ca. 1 Stunde auf dem heimischen Balkon, als schon eine kleine Biene anrückte und jedem einzelnen Glöckchen freudig Besuch abstattete! 

Zu guter Letzt noch ein Foto der wundervollen Dekoration eines Anbieters, der mir das Fotografieren freundlichst erlaubte, aber seinen Namen nicht im Netz lesen wollte. 

Habt noch eine schöne Restwoche und haltet dieses kommende kalte Wochenende nochmal durch - bald, bald ist richtig Frühling! 

alles Liebe, 

Corinna

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Vom heimischen Bücherwald in den echten Wald ...

Gestern trat etwas ein, was ich schon lange befürchtet hatte: Mein übervolles, 1,80 Meter hohes und 1 Meter breites Gartenbücherundzeitschriftenregal brach buchstäblich zusammen!

Dabei hatte ich doch nur ein Buch aus dem untersten Regalfach herausziehen wollen 😉.

Erst brach das oberste Brett ein. Dann klackerte mit Dominoeffekt alles immer weiter nach unten. 

Zum Glück hielt der Rahmen des Regals noch, und mit Hilfe von Schrauben und längeren Regalsteckern konnten wir es flicken. Dennoch gab dieser Vorfall den dringenden, wenn auch unwillkommenen Anlass, alte Gartenzeitschriften und Bücher auszusortieren. Gestern war es ja leider viel zu frostig, um dauerhaft draußen zu sein: Ansonsten wäre ich sehr gern und sofort in den Garten geflüchte.  Ich kann mich nämlich nur schwer von allem trennen, was mit Garten zu tun hat. Auch nicht von möglicherweise noch einmal brauchbaren schriftlichen  Informationen. 

Aber, in Anbetracht dessen, dass ich das nächste Mal nicht vom Regal platt gemacht werden wollte, m u s s t e es sein. 

Erfolgsbilanz: 6 Tüten Zeitschriften zum Altpapiercontainer gebracht! Und ähm *hüstel* immerhin 3 Bücher 😕😉. Die verbliebenen Zeitschriften (ungefähr ein Drittel ) sind nun nach Gartenmonaten sortiert - so gucke ich mit Sicherheit wieder mal dort rein. 

 

Aufgrund meines kleinen Regaldramas und des Dauerfrostst gibt es heut leider keinen Gartenbericht: Aber, in den nahe gelegenen Wald schafften wir es letzte Woche nach dem kleinen und vor dem großen Schnee.

Kommt gerne mit auf einen kurzen winterlichen Spaziergang...

Habt eine schöne Restwoche und packt euch warm ein! ☺

liebe Grüße, 

Corinna

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Auch im Winter gilt: Im Kleingarten gibt es immer etwas zu tun ;-) !

Uih, mein letztes posting ist eindeutig zu lange her! Und ich bin nicht einmal dazu gekommen, bei den Bloggerkollegen vorbeizuschauen. Das wird sich nun wieder ändern!  

Ich habe aber auch ein ganzes Bündel guter Gründe für die Blog-Abstinenz zuletzt vorzuweisen: 

Erstens engagieren Lieblingsgärtner und ich uns seit Januar mit im Kleingartenverein, was schon in der Vorsaison Planungsarbeit und Absprachen nötig macht. Auch Aushänge und eine homepage schreiben sich nicht von allein. 

Zweitens habe ich  "eine Art Projekt-Patenschaft" für einen verwilderten und vermüllten Kleingarten übernommen. Es ist wichtig, dort jetzt, wo ich noch etwas mehr Zeit habe, ein wenig "Grund" rein zu bekommen. Und da man schon kleine Erfolge sieht, macht die Arbeit Spaß! Wenn mich - und Lieblingsgärtner, der mich zeitweilig unterstütz- nicht gerade, eine ältere, liebenswürdige Dame auf samtenen Pfoten vom Müllräumen, Baum- und Strauchschnitt abhält ...

Rothaarige Katze Lotti beim Kuscheln
"Kuscheln ist sooo schön - noch dazu auf einem warmen, menschlichen Kissen..."

Ist sie nicht süß?! Sie hat Unterschlupf, liebenswürdige Betreuer, die sich bisher für Futter und medizinische Versorgung sorgen. Wir haben über eine Adoption gesprochen, und eventuell können wir sie im Frühjahr von einem Umzug in unseren Garten überzeugen?

Davon und von der Projekt-Patenschaft für den Garten werde ich ein anderes Mal erzählen... 

Der dritte Grund dafür, dass ich nicht zum Bloggen kam, ist im eigenen Garten zu finden: Auch hier fiel trotz Winterzeit eine Menge Arbeit an!

 

So kämpfen wir im Apfelgarten immer noch mit den zahlreichen "Sünden der Vorgänger" :  Wieder einmal musste ein Sprinter bis oben hin mit Bauschutt, Altholz, kaputten Solarpaneelen, und vor allem in Säcke gestopfte Dämmwolle *bäh* von uns gefüllt und zur Deponie gebracht werden. 

Dies ist nicht der Dachdecker, sondern Lieblingsgärtner beim Abriss des Schuppens ...
Dies ist nicht der Dachdecker, sondern Lieblingsgärtner beim Abriss des Schuppens ...

Ferner musste der Dachdecker kommen: Kleingärtner sind - bis auf die Regel bestätigende Ausnahmen - geübt im "Basteln" und sehr "selbstbewusst", was dies anbelangt. Es ist auch sehr sinnvol, so Geld zu sparen und umweltfreundlich alte Materialien wiederzuverwenden. A b e r irgendwann ermüdet auch das geeignetste Ausgangsmaterial und  z.B. Tischlern oder Dachdecken sind nicht ohne Grund Lehrberufe. Jedenfalls haben die Erbauer unserer Apfelhütte nicht darauf aufgepasst, Wasser aus der Regenrinne vernünftig abzuleiten. So kam es, dass dieses zunehmend in das Holz des Vordachs lief. Das Holz faulte. Da wir ungern eines Tages davon erschlagen werden wollten, musste es weg. Und man kam nicht umhin, dass Dach zu verkürzen.

Zum Glück ist der Dachdecker, der uns schon mit dem Dach der pinken Hütte weiterhalf, ein angenehmer Mensch: Er kann seine Arbeitsweise auch Laien genau schildern, kalkuliert vernünftig, verwendet in Absprache auch mal altes Material und macht moderate Preise. Damit er überhaupt seine Arbeit tun konnte, musste auch ein Schuppenanbau (Foto oben: der helle Holzanbau links im Bild) weichen. Er war so unglücklich an das Dach gebastelt, dass er einerseits stetig gegen dieses drückte und man andererseits die Regenrinne nicht erreichen konnte. 

Zudem war er zu groß: Gemeinsam mit der Hütte wurden die erlaubten, überbauten 24 qm im Kleingarten locker überschritten. 

Und so blieb uns nichts anderes übrig, als den Schuppen abzureißen und das ganze Holz wegzubringen. Das war ein bisschen schade, aber der Schuppen war sowieso über und über mit Mäuseschiete geschmückt: Die Vorgänger hatten Rasensaat auf den Boden des unten nicht abschließenden Schuppens gestellt, was zu wahren Mäusepartys darin geführt haben muss *puh*. 

Tja, nicht gerade eine Freude so etwas abzureißen, die Bretter zu stapeln und dann auch noch wegzubringen. 

Aber es musste sein. 

Und ist schön, dass wieder eine notwendige Arbeit erledigt ist.

Wahrhaft befreiend wird es sich aber erst anfühlen, wenn wir auch den letzten Haufen zum Sperrmüll und zur Deponie gebracht haben. 

Ein älteres Foto vom nun überwiegend entsorgten Haufen: Stellt euch insgesamt die doppelte Menge vor.
Ein älteres Foto vom nun überwiegend entsorgten Haufen: Stellt euch insgesamt die doppelte Menge vor.

Nun noch etwas Nettes: Ich wollte schon lange eine Beetabgrenzung für das neue Gemüsebeet im Apfelgarten anfertigen. Aber während die eine von zwei Weiden im Herzgarten sich nicht fürs Flechten eignet, hat die andere dieses Jahr zuwenig Zweige angesetzt. 

Ich wollte vermeiden, im Internet von weither Zweige zu bestellen. Es müssten doch in dieser Jahreszeit irgendwo beim Schnitt Zweige anfallen, die niemand verwendet? 

Daher schickte ich einer ehemalige Mitschülerin meines Abijahrgangs eine E-Mail. Sie arbeitet inzwischen als Korbflechterin, und ich hatte die Hoffnung, auf einen Tipp, wo wir einen guten Arm voll Weidenzweige bekommen konnten. Freundlicherweise sagte sie, auf einem Gut auf dem Land würden gerade Weiden geschnitten, und es läge dort noch hinreichend Schnittgut. 

Am Tag nach dem Müll-Abtransport machten wir uns - noch immer leicht erschöpft - auf den Weg aufs Land ... 

Und durften hier in Absprache mit Mitarbeitern des Guts eine tolle Ausbeute mit nach Hause, also in den Kleingarten ;-), bringen. Da hier noch starker Nachtfrost herrscht, konnte ich die frischen Zweige leider nicht in den Wassertonnen, nur auf dem Rasen lagern. 

Ein großes Bündel Weidenruten liegt auf dem Rasen

Genauso eine Abgrenzung wie hier, an der Wasserstelle im Apfelgarten, soll wieder entstehen ...

Flechtzäunchen aus Weide

Schon seit 2 Wochen möchte ich mit dem Flechten endlich loslegen, aber der Boden ist immer noch tiefgefroren. Und - wie ich gelesen habe - ändert sich das so bald nicht: Der Wetterbericht für die nächsten Wochen verspricht, dass ganz Deutschland noch einmal so richtig tiefgekühlt wird! 

Also, Ihr Lieben, haltet Euch warm mit sonnigen Gedanken an das Frühjahr und die ersten Blüher! Bis nächste Woche :-) 

liebe Grüße, 

Corinna

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Spaziergang im Nebel

Am letzten Sonntag schaute ich aus dem Fenster und sah ... nicht viel😉!

Ein dichter Nebel erlaubte in unserer Straße kaum, die gegenüberliegende Häuserreihe zu erkennen. Ich mag Nebel im Herbst sehr gern: Er zeichnet die Konturen weich und erlaubt dem Blick, sich auf den Nahbereich zu konzentrieren. Das wirkt dann wie eine kleine Pause vom Alltag mit seiner sonst hohen Flut an Eindrücken.

Nebelwetter im Winter, bei Minustemperaturen, bringt aber auch eine durchdringende feuchte Kälte mit sich.

Und am vergangenen Sonntag hatten wir tatsächlich nur Minus 3 Grad. 

Wir brauchten daher doch eine ganze Schippe an Überwindung und einen kuschligen Schal extra, um einen  Sonntagvormittagspaziergang zu unternehmen. 

Aber es hat sich gelohnt: Unser örtliches Flüsschen Ilmenau war Dank der ständigen Regenfälle über seine Ufer getreten. In Kooperation mit Nebel und Frost führte das zu Eindrücken, die ich euch gern zeigen möchte...

Nebliges Bild mit überfluteter Winterwiese, vorne rechts Korkenzieherweide
Überflutete Ilmenauwiese mit Korkenzieherweide
E i n Baum auf der Nebelwiese?
E i n Baum auf der Nebelwiese?
Nein, bei genauerem Hinsehen waren es drei, sicher wild versät ... Ich finde, ein Landschaftsplaner hätte sie kaum schöner arrangieren können 😉 ..
Nein, bei genauerem Hinsehen waren es drei, sicher wild versät ... Ich finde, ein Landschaftsplaner hätte sie kaum schöner arrangieren können 😉 ..
Hier wurde es doch sehr feucht, und wir mussten trotz wasserfester Schuhe vorsichtig  drumherumlaufen ...
Hier wurde es doch sehr feucht, und wir mussten trotz wasserfester Schuhe vorsichtig drumherumlaufen ...
Ist ja keines, aber diese Stelle wirkte wie ein Moor, finde ich ...
Ist ja keines, aber diese Stelle wirkte wie ein Moor, finde ich ...
Hier dachte ich, taucht gleich wirklich "das Brückengespenst"  aus dem Nebel auf: Mit der launigen Rezitation  des gleichnamigen Gedichts des Schweizers Carl Spitteler hat mich meine in hohem Maße gedichtsaffine Mutter als Kind oft genervt 😉. Mal googeln, es ist ganz niedlich...
Hier dachte ich, taucht gleich wirklich "das Brückengespenst" aus dem Nebel auf: Mit der launigen Rezitation des gleichnamigen Gedichts des Schweizers Carl Spitteler hat mich meine in hohem Maße gedichtsaffine Mutter als Kind oft genervt 😉. Mal googeln, es ist ganz niedlich...
Sonst kann man die Brücke gut queren und dann in einem Rundbogen durch den Wald zurücklaufen: Am Sonntag war hier Schluss, denn das Wasser stand auf der anderen Uferseite kniehoch...
Sonst kann man die Brücke gut queren und dann in einem Rundbogen durch den Wald zurücklaufen: Am Sonntag war hier Schluss, denn das Wasser stand auf der anderen Uferseite kniehoch...
Och, Will-haben-Objekt Rohrkolben. Naja, lieber nur fürs Foto und Zwergrohrkolben am Teich - die großen sollen im Garten doch  sehr expansiv sein ...
Och, Will-haben-Objekt Rohrkolben. Naja, lieber nur fürs Foto und Zwergrohrkolben am Teich - die großen sollen im Garten doch sehr expansiv sein ...
Hm, was ist das? Egal, schön...
Hm, was ist das? Egal, schön...
Die Birke  ist der "Kontrastbaum" schlechthin, und im winterlichen Zustand gefällt sie auch Birkenpollenschnupflern wie mir besonder gut😉...
Die Birke ist der "Kontrastbaum" schlechthin, und im winterlichen Zustand gefällt sie auch Birkenpollenschnupflern wie mir besonder gut😉...

Dann sind wir noch zu einem Kleingartenverein in der Nähe der Ilmenau gewandert. Mal schauen, was die "Konkurrenz" so treibt😉! Es ist eine besonders schön gelegene Kolonie, denn sie ist flüsschennah und von viel Wald umgeben. Die Kleingärtner dort müssen dem Rechnung tragen - sonnenbedürftiger Gemüseanbau läuft hier unter erschwerten Bedingungen.  Und nun stand in einigen der Gärten auch das Wasser! Sehr naturnah ist alles angelegt - gerade im Winter, wenn aufgeräumte Gärten kahl sind,  schön anzuschauen und tierfreundlich.

Auf dem Foto leider nicht so gut erkennbar, aber dieses Kompost- oder Beetschiff  aus Ästen fand ich super gelungen und kreativ.  Bei der Monsterwurzel daneben fragten wir uns, ob der Riesenbaum einst im Garten stand?
Auf dem Foto leider nicht so gut erkennbar, aber dieses Kompost- oder Beetschiff aus Ästen fand ich super gelungen und kreativ. Bei der Monsterwurzel daneben fragten wir uns, ob der Riesenbaum einst im Garten stand?
Winterverwunschener  Obstkleingarten mit schöner Holzhütte...
Winterverwunschener Obstkleingarten mit schöner Holzhütte...
Wer die Staude bzw. das Gras erkennt, schreibe mir bitte den Namen - ich brauche die Pflanze dringend für den Winteraspekt im Kleinen Garten 😃!
Wer die Staude bzw. das Gras erkennt, schreibe mir bitte den Namen - ich brauche die Pflanze dringend für den Winteraspekt im Kleinen Garten 😃!

So, das war`s - wieder ab ins Warme und heißen Ingwertee trinken! Ach, das letzte Wochenende ist viel zu lange her 😕, aber heute Nachmittag kann ich mich auf etwas Gartenarbeit freuen. Auch wenn es bei dem Matschwetter mittelschlau ist, m u s s  ich heute ein neues Beet anlegen. Doch davon ein anderes Mal ...😃 Liebe Grüße und eine schöne Restwoche, 

Corinna 

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Winterschnitt am Apfelbaum - Wissenswertes für Anfänger

Mit der Gartenschere in der Hand winterschneide ich mich durchs Apfelbaumland ;-)
"Treuer" Gartenbegleiter - die klassische Gartenschere

Erstmal hoffe ich, dass Ihr alle gesund und munter im neuen Jahr angekommen seid☺! 

Eigentlich ist erst im Februar/März, im Spätwinter, die Hauptzeit für den Winterschnitt an Kernobst - Äpfeln und Birnen.

Da wir jedoch allein 14 alte und junge Apfelbäume im gesamten Kleingarten stehen haben, weil ferner die Zeit knapp und der Tag kurz ist, und zudem auch das Wetter passen muss, legen wir jetzt schon mit dem Erhaltungs- oder Verjüngungsschnitt an den alten Bäumen los.

Passendes Wetter heißt idealerweise trocken und kein starker Frost. 

Das ist gerade gegeben.

 

Schritt 1

Mein erster Tipp, wenn man sich an den Apfelbaumschnitt wagen möchte, ist: Lesen☺!

Ohne "etwas Theorie" darf man kein Auto fahren, und es ist verdammt gut so, dass jeder Chirurg die Anatomie des menschlichen Körpers theoretisch in-und auswendig kennen muss, bevor er darauf los schneidet😉! 

Und so sollte der Obstbaumgärtner  eben auch etwas von den Wachstumsgesetzen, dem Saftfluss im Baum wissen!  Er muss die sogenannten "Schnittgesetze" kennen. Nur so kann er vorausahnen, wie stark und wo neue Äste am Baum austreiben werden. Er sollte zwischen Stammverlängerung, Leitästen und Fruchtästen unterscheiden können. 

Zuviel zu schneiden ohne jedes theoretische Wissen kann ungünstig, verheerend, schlimmstenfalls auch tödlich für den Baum sein. 

Ich betone das so, weil ich in a l l e n  Kleingartenanlagen sehr oft verschnittene und verstümmelte Obstbäume sehe, deren Gärtner einfach zu "mutig" bzw.  unbedarft mit dem Schnitt loslegten. Frei nach dem Motto: Viel hilft viel. Man kann aber auch leider s e h r viel falsch machen: Davor sind auch sonst sehr erfahrene Kleingärtner nicht gefeit!

Im folgenden zwei Beispiele, wie geschnittene Obstbäume n i c h t aussehen sollten ... 

Abgebildet ist eine Kirschbaumruine - das Bild ist gerötet, um unkenntlicher zu machen, wo es aufgenommen wurde
Verschnittener Kirschbaum - leider nur noch eine Baumruine. Ältere Kirschbäume sollten sowieso so wenig wie möglich geschnitten werden - und das auch nur im Sommer.
Abgebildet sind zwei Apfelbäume, die sehr verschnitten sind: Die viel zu vielen Äste der Krone sind alle ähnlich dick, laufen steil nach oben
Als Kopfweiden total verschnittene Apfelbäume

Das zweite Beispiel stammt aus unserem eigenen Garten (!).

Der Vorgänger hielt die Apfelbäume wohl für Kopfweiden, die man einfach radikal herunterschneiden darf. Die Folge ist, dass diese älteren Apfelbäume, schöne alte Sorten - ein Berner Rosenapfel und ein James Grieve - wohl nie wieder so richtig wie Apfelbäume aussehen, sich nie richtig von dem falschen Schnitt erholen werden. Immerhin tragen sie dafür noch recht gut und wir lassen sie a u c h stehen, weil sie auf jeden Fall noch ökologischen Wert haben. 

 

Daher: Lesen und Informieren b e v o r es losgeht!

 

Hilfreich könnte zum Beispiel meine Buchempfehlung aus dem Herbst sein: 

Die 24,95 Euro für dieses Buch rentieren sich für den Freizeitgärtner wirklich: Ausführliche, aber nicht ausschweifende Beschreibungen, klare Skizzen, die auch Anfänger gut verstehen.

(Nein, dies ist keine Werbung, für die ich Geld bekomme - einfach nur eine Empfehlung, weil ich es hilfreich finde!;-))

 

Gute Literatur für den Obstbaum(-schnitt) findet sich auch auf der Seite des Pomologen-Vereins e.V.. 

www.pomologen-verein.de

 

Der Streuobstwiesenverein Lüneburg zeigt ebenso bildhafte, hilfreiche Themenblätter wie "Winterschnitt bei Obstgehölzen"  (auch wenn ich persönlich mit dem Mondphasenbezug nicht soo viel anfangen kann ;-)). 

www.streuobst-lueneburg.de

 

Es gibt nur e i n e n  Tipp, der zur Vorbereitung auf den Obstbaumschnitt noch besser ist als Lesen: einem fitten Obstbaumgärtner beim Schneiden über die Schulter schauen - mit anderen Worten einen - guten - Schnittkurs besuchen!

Das haben Lieblingsgärtner und ich im Dezember getan. 

Auf einer Streuobstwiese des Gutes Adolphshof bei Hannover, einem der ältesten ökologisch bewirtschafteten Höfe Niedersachsens und benannt nach Adolph von Cambridge, Statthalter des Königreichs Hannover...

www.adolphshof.de

 

Eine grüne Wiese mit laublosen Obstbäumen, im Hintergrund liegt eine weiße Leiter auf dem Boden
Blick auf winterliche Streuobstwiese auf Gut Adolphshof

... zeigte uns Teilnehmern die 2. Vorsitzende vom Pomologen-Verein e.V.,

Sabine Fortak, beim praktischen Baumschnitt ihr Wissen und Können. Der Kurs machte einen Riesenspaß, führte zu vielen Aha-Erlebnissen. Und wir wussten danach, dass wir noch viel, viel mehr wissen müssen und noch mehr Routine brauchen 😉...

Wenn Ihr die Gelegenheit habt, nutzt sie: Es gibt bestimmt auch in Eurer Nähe derartige Kurse! 

Schritt 2: 

Den Baum in Ruhe- am besten von allen Seiten, von unten wie auch oben - ansehen und analysieren: Wie sieht er aus? Ist er alt oder noch jung? Schon mal geschnitten oder gar nicht? Starkes Wachstum oder eher schwach? Ist er gesund oder krank? Ist es überhaupt ein Hochstamm-, Halbstamm-, oder gar Spindel-Baum?

Experten nennen das "die Baumansprache".

Wenn alle diese Fragen beantwortet werden können, kann der richtige Schnitt für die richtige Baumform und das richtige Alter, den richtigen Zustand gewählt werden. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen 

Pflanzschnitt, Erziehungsschnitt, Erhaltungsschnitt, Verjüngungsschnitt, Korrekturschnitt. Jede dieser Schnittarten hat eine unterschiedliche Herangehensweise. 

 

Das Ergebnis einer Baumansprache kann beim absoluten Anfänger trotz eingehender Beschäftigung mit der Ratgeberliteratur sein: Keine Ahnung! 😉 

Dann, im Zweifel, lieber die Finger vom Baum lassen und Expertenrat einholen! Es dauert ganz einfach, bis man einen geschulten Blick entwickelt. 

Expertenrat findest Du bei den Besitzern sichtlich gut geschnittener, gesunder und gut tragender Bäume in der Nachbarschaft oder zum Beispiel in einem Gartenforum wie "garten-pur" . 

Letztlich führen wild wachsende Bäume in der Natur a u c h ein glückliches langes Leben. Wenn wir Gärtner eingreifen, geht es uns um größere, schöne Fruchtqualität, ausgewogenen Ertrag - aber dem Baum kann es auch ohne dies gut gehen, und er wird uns weiter Schatten und Sauerstoff spenden....

Besser k e i n Schnitt als ein komplett falscher.

 

Die Baumansprache kann aber z.B. - wie bei einigen unserer Bäume- auch zum klaren Ergebnis haben: Schwach wachsender, alter Halbstamm-Baum, ungepflegt, der einen Verjüngungsschnitt gebrauchen kann.

 

Schritt 3:

Das Schneiden.

Zunächst zur notwendigen Mindest-Ausrüstung: 

Wie bei der OP eines Menschen sollte auch beim Baumschnitt nur scharfes und sauberes, gut desinfiziertes Werkzeug zum Einsatz kommen. Sonst besteht die Gefahr von Infektionen!

Müssen größere Äste entfernt werden, empfiehlt sich eine Baumsäge - für die normalen kleineren Äste und Zweige ist eine Baumschere ausreichend.

In der Regel - es sei denn es handelt sich um Bäume auf schwachwachsender Unterlage - wird man auch eine Leiter verwenden müssen. Sicherheit ist hier oberstes Gebot! Immer für einen stabilen Stand sorgen, diesen vor dem Schneiden durch Ruckeln austesten !

Wichtig ist auch, dass man beim Schneiden feste Schuhe trägt und ebenso feste Handschuhe: Beides kann man bei der Gartenarbeit sowieso gebrauchen.

Ferner empfiehlt sich wie bei allen anstrengenden Tätigkeiten weder mit schnupfendröhnigem Kopf noch vollem Magen auf die Leiter zu steigen😕😉.

Nun erst sollte es losgehen. 

 

Ganz wichtig ist es, dem Baum beim Schneiden nur möglichst kleine Wunden zuzufügen, um Infektionsrisiken, Schadpilze wie Obstbaumkrebs zu verhindern. 

Kleine Äste, Zweige schneidet man ca 1/2 cm über einer nach außen stehenden Knospe ab. Dicke Äste sind knapp am Stamm oder Hauptast mit möglichst kleiner Schittfläche abzusägen - in der Fachsprache heißt es, "man sägt auf Astring". Es sollen keine sogenannten Kleiderhaken entstehen, die ihrerseits Infektionsrisiken birgen. Bei sehr dicken Ästen geht man am besten schrittweise vor, sägt den Ast zunächst von unten leicht ein, bevor man ihn von oben ganz absägt: Das verhindert, dass er wegbricht und richtig große Wunden entstehen. 

 

Schritt 4: 

Der spezielle Schnitt richtete sich - wie geschrieben -  nach dem, was bei der Baumansprache herausgekommen ist. 

In unserem Garten werden wir nun am Wochenende weiter den  Verjüngungsschnitt an alten Apfelbäumen angehen. 

Bei den bisher gepflegten Bäumen werden wir nur alle kranken und steil nach oben wachsenden Äste wegnehmen sowie Stock-und Stammausschläge. 

Die Leit und Seitenäste werden wir eventuell etwas einkürzen und dabei darauf achten, dass die sogenannte Saftwaage in etwa erfüllt ist. 

Die Saftwaage bedeutet, dass die Spitzen der Leitäste etwa auf gleicher Höhe enden. 

Insgesamt werden wir nicht zuviel auf einmal schneiden, da sonst zu viele Wasserschosser (keine Früchte tragende, steil nach oben wachsende Äste) entstehen. 

 

Ich hoffe, wir bekommen das gut hin, so dass die alten Bäume wieder besser austreiben, letztliche schönere, gesündere Früchte bekommen. 

Nun ja, Erfahrung dauert eben ihre Zeit: Ich werde weiter zu diesem Thema berichten und im März folgt an dieser Stelle auch ein Artikel zum Pflanzschnitt an jungen Bäumen. 

 

Euch allen noch eine schöne Woche und einen weiter guten, gesunden Jahresanfang! 

 

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Mein Gartenjahr 2017

Dieses Jahr war schon sehr "eigen" hier im Norden, genauer in Nord-Ost-Niedersachsen, noch genauer  in unserem Lüneburger  Kleingarten.

Im Frühjahr verfror die Kirsch- und Kirschplaumenblüte vollends und auch die Apfelbäume setzten nur sehr wenige Früchte an. 

Im Sommer kann ich mich  nur an vereinzelte echte Hitzetage erinnern - dafür an sehr, sehr viel Regen. 

Meine hohen Staudenphloxe blühten zuverlässig wie immer. Aber ich sah ihnen an, dass sie mehr ihre Pflicht erfüllten, als dass sie daran wirklich Spaß hatten - ständig Gepladder auf Blättern und Blüten. 

Pflanzen, Tiere und Menschen mussten jeden Sonnenstrahl nutzen, und so habe ich sobald die Wolkendecke etwas weniger grau war, sofort zur Kamera gegriffen. 

 

Dennoch: Jedes Jahr, das wir in  und mit unserem Garten erleben dürfen, empfinde ich als besonderes Geschenk - als intensiv und einfach "nah dran" an dem, was wirklich zählt. 

Hier nun meine Lieblingsfotos aus dem Gartenjahr 2017 - viel Vergnügen:

Ich bedanke mich bei Euch allen ganz herzlich für den treuen Besuch bei Kleingartenplausch in 2017 und freue und freue mich schon sehr auf das Gartenjahr 2018! Habt einen guten Rutsch und einen möglichst gesunden, sonnigen und glücklichen Start ins neue Jahr! 

Alles Liebe, 

Corinna

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Weihnachten im Kleingarten

Heute erzähl`ich euch eine Mär``:

Es ist genau ein Jahr nun her!

Da kam im Karren mit Tannenzweigen dran, 

 ein Weihnachtszwerg in uns´rem Kleingarten an! 

Schickte die Rentiere in die Hütte 

und sprach schlotternd: "Heißen Tee jetzt, bütte! 

Ich wünsch euch allen schöne Feste

und nur sehr nette Stuben- Gäste! 

Stopft euch nicht zuviel Plätzchen `rein, 

Magenzwicken muss ja nicht sein! 

Wir gehen lieber in den Garten, 

während wir aufs Christkind warten.

Da gibt es auch `nen Weihnachtsbaum - 

nur der Schnee bleibt wohl ein Traum! 

Hoffentlich werden wir nicht nass - 

Regen an Weihnachten ist kein Spaß!

Zum Glück habt`ihr es wohl bedacht, 

und die Laube hohl gemacht! 

So können wir uns gut erholen, 

schau`n von drinnen auf des Feuers Kohlen. 

Und sprechen über dieses Jahr, 

über das, was wird und das, was war!

Singen ein paar Weihnachtslieder, 

die alten, selben immer wieder.

Und genießen bei Sternen die stille Nacht - 

fühlen den Zauber, der sie ausmacht." 

Weihnachtszwerg mit pinker Mütze ín der Schubkarre mit Tannengrün  im Kleingarten
Beweisfoto

Macht es gut und bis nächste Woche! 

liebe Grüße, 

Corinna

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Kleingarten - adventlich geschmückt

Auch wenn mir dieses Jahr noch nicht sehr "weihnachtlich" zumute ist: Ein bisschen schlichte Dekoration bekommt unser Kleingarten schon verpasst☺! 

Am Eingang gibt es ein Kränzchen mit Holzkerze, die ich auf unserem örtlichen Renaissance-Weihnachtsmarkt erstanden habe 


Eine echte Kerze im Glas steht auf den Terrassentisch ...

... und ein paar Tannenzweige daneben ...

... allerdings noch mit Bäumchen dran 😉!

Denn dieser Kleine wird schon das dritte Mal unser Weihnachtsbaum! Bis es soweit ist, bleibt er im Garten.

Der junge Pflaumenbaum hat den gleichen Job wie an Ostern, nur sind die Kugeln ein bisschen größer als es die Eier waren....

Im Apfelgarten übernimmt der James Grieve jetzt die tragende Rolle für grüne Kugeln...

Und am Kirschbaum hängt schonmal unser Weihnachtswunsch - auch wenn's dafür noch ein bisschen früh ist.

...und zu guter letzt...

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Sonne von oben bei Planten un Blomen...

Zugegeben, dieser Reim ist wackelig, aber die Sonnenstrahlen bei unserem Parkbesuch vor 10 Tagen in Hamburg waren einfach wundervoll. Sie verleiteten mich dazu, x-mal ähnliche Motive - Gräser im Gegenlicht - abzulichten, und da müsst' Ihr nun durch...😉. Noch einen schönen Nikolaustag allseits! 

liebe Grüße und bis bald

Corinna

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Novembertage...

...sind meist nass, kalt oder beides auf einmal.

Plötzliche Wärme nervt eher, als dass sie erfreut, denn man schwitzt zwar in der dicken, warmen Wetterjacke, traut sich wegen Erkältungsgefahr aber auch nicht, sie auszuziehen 😕. 

Jeder Sonnenstrahl ist so selten wie hochwillkommen, denn alle Schattierungen von Grau drücken auf die Stimmung.

So sehnsüchtig jeder  Gartenzwerg auch in sein Reich hinausschaut...

... Er findet dort sicher noch allerhand Arbeit - nur ist mit den Blumen ein guter Teil der Schönheit verschwunden. 

Aber Zwerge und Menschen brauchen nun mal dringend Licht, Luft, Liebe (mindestens die zur Natur😉) , und so kommt einfach mal warm eingemummelt kurz mit hinaus in die Landschaft:

Mitten im Grau-Grau eines regnerischen Tages habe ich etwas Schönheit in Formen und Farben und am Ende die Sonne gefunden!

Hinterher gibt es heißen Tee und ein gutes Buch - versprochen! 

Nun geht's wieder ins Warme, ab zum Sofa, Tee und guter Lektüre 😃!

Ich habe es noch nicht komplett durchgearbeitet, aber erlaube mir trotzdem ein Urteil: 

"Das große BLV Handbuch Schnitt" von Wolf und Baumjohann scheint absolut empfehlenswert. Klare Skizzen veranschaulichen die ohnehin gute Beschreibung, wie der jeweilige Schnitt an Obst- und Ziergehölzen, Rosen und Stauden richtig auszuführen ist. Der Schnittkalender ist genial, damit man als Anfänger nicht den Überblick verliert: Ich habe gleich alle unsere Gartenpflanzen darin gemarkert☺.

Die Autoren geben auch gute Tipps zum richtigen Werkzeug: Insgesamt seeehr sinnvoll investierte 24,99€.

alles Liebe und bis nächste Woche

Corinna

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Ein großes Herz für Bäume ...

... schlug in Christa von Winning, die 1912 auf einem Gut in der Mark Brandenburg geboren wurde. Diese Leidenschaft ließ sie den - für eine Frau damals sehr ungewöhnlichen Beruf - der Gärtnerin ergreifen. Zeit ihres 100jährigen Lebens sammelte Christa von Winning  auf zahlreichen Reisen seltene Bäume und andere Gehölze, pflanzte sie auf ihrem Grundstück nahe Uelzen ein. 

Daraus wurde das "Arboretum Melzingen". Nach ihrem Tod übernahm eine Stiftung Verwaltung und Pflege, ein Cafe wurde eingerichtet, und heute ist dieser Ort ein kleines kulturelles Zentrum in der Region, wo viele Veranstaltungen stattfinden.

Der überregionale Bekanntheitsgrad ist noch ausbaubar. Unbedingt sogar, denn für Baumliebhaber und -kenner lohnt sich ein Besuch. 

Und für die Partner dieser beziehungsweise für alle Fans nicht schlank, aber glücklich machender Torten ebenso😉. 

 

Lieblingsgärtner und ich landeten hier an einem äußerst trüben Tag nach dem großen Sturm. Wir hatten ganz old-fashioned in einem älteren Buch mit Ausflugstipps geblättert und waren dort auf das Arboretum gestoßen. "Melzingen? Arboretum? Nie davon gehört! Und es liegt doch so nah, lass uns mal hinfahren!"

Die Hinfahrt mit x gefallenen und zu fallen drohenden Bäumen am Straßenrand war allein schon ein "arboristisches" Erlebnis der besonderen Art😉. Die häufigsten Sturmopfer waren Kiefern und Birken, seltener Eichen.

Ein vom Sturm kräftig gedrehtes Wegweiserschild tat noch das seine, das Hinfinden zu verzögern:

Aber endlich kamen wir am Ziel an. 

Vor Ort sollten Arboristen eines tun: Den Vergleich mit intensiv gärtnerisch gestalteten großen Anlagen wie Ellerhop bei Hamburg vergessen. Das Arboretum Melzingen ist weniger eine geschickt gestaltete Gartenanlage mit 1000 Stauden unter den Bäumen, sondern tatsächlich eine reine Sammlung schöner und seltener Gehölze, die besonderen Blatt-oder Blütenschmuck tragen.

Die Atmosphäre Melzingens ist sehr von der jeweiligen  Jahreszeit abhängig. Als wir da waren - an diesem grauen, nasskalten Tag im Herbst, an dem sonst kein Mensch vor die Tür ging - wirkte alles sehr verwunschen und geheimnisvoll. Die freundliche Cafe-Betreiberin erzählte uns aber, dass der Ort bei Baumblüte im Frühjahr wie verwandelt sei: Dann sei alles voller Farbe und Leben, und zahlreiche Besucher genössen den Anblick.

 

Dem Wetter war es leider geschuldet, dass meine Fotos (für deren Veröffentlichung hier erhielt ich die freundliche Genehmigung der Stiftung ☺) diesmal leider nicht die besten sind. Und ich liebe zwar Bäume, bin aber keine Kennerin seltener Arten und Sorten. 

 

Daher lasse ich euch heute einfach kommentarlos schauen, um einen ersten Eindruck zu gewinnen ...

Vielleicht habt Ihr  Lust bekommen, Melzingen im Frühjahr bei gutem Wetter selbst zu erkunden?

Ab Anfang März ist es wieder geöffnet!

Ich werde Melzingen auf jeden Fall wieder einen Besuch abstatten, mir ganz in Ruhe bei gutem Wetter alles nochmal ansehen und wenn sich die Gelegenheit bietet, auch an einer Führung teilnehmen. 

 

Noch mehr Infos zur Lebensgeschichte von Christa von Winning, zum Arboretum, Cafe und Veranstaltungen findet Ihr auch auf der Homepage  ...

http://homepage.arboretum-melzingen.de/

Macht etwas aus dem kommenden Wochenende, selbst  wenn das Wetter so lala wird: Ein schöner Spaziergang ist auch unterm Schirm eine gesunde Sache.

 

liebe Grüße, 

Corinna 

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Spätblüher - die letzten werden die ersten sein,...

...die uns jetzt noch im Staudenbeet Freude machen! 

Na klar, sie sehen allesamt schon ein bisschen "alt" aus - aber wir Menschen  sind ja auch nach den Herausforderungen des sich verabschiedenden  Jahres nicht mehr taufrisch 😉!

Und spät im Jahr sind es es auch keine prächtigen, munteren Blütengruppen, eher unerschrockene Einzelkämpfer, die noch Farbe zeigen. Auch so ähnlich wie bei uns Menschen 😕...


Im Herz- und Apfelgarten leuchtet vor allem noch die Gattung der Geraniümmer...

Hier das unerschütterliche, wenn auch auf Lehmboden etwas hakelige "Tiny monster" ...
Hier das unerschütterliche, wenn auch auf Lehmboden etwas hakelige "Tiny monster" ...
"Max Frei", der an sehr ungünstiger Stelle zwischen alter Betonplatte und Terrasse etwas Boden bedecken muss...
"Max Frei", der an sehr ungünstiger Stelle zwischen alter Betonplatte und Terrasse etwas Boden bedecken muss...
"Rozanne", das farbintensive aber hier sensible Ding...
"Rozanne", das farbintensive aber hier sensible Ding...
...und Lieblingsgärtners und mein Bodendeckerfavorit "Blushing Turtle"...
...und Lieblingsgärtners und mein Bodendeckerfavorit "Blushing Turtle"...
... sowie zu guter letzt nochmal die Art sanguineum, wahrscheinlich wieder "Max Frei", der den Fächerahorn und Lady Currykraut dezent begleitet.
... sowie zu guter letzt nochmal die Art sanguineum, wahrscheinlich wieder "Max Frei", der den Fächerahorn und Lady Currykraut dezent begleitet.

Die Malve wollte ich eigentlich wegen sturer Blühverweigerung kompostieren, entschied mich aber anders und pflanzte sie nur an den alten Kompostkasten. Prompt ...im November ...

😮😉. Da der gute Wille zählt, darf sie nun immer da bleiben!

Die arme, schneckengeplagte Dahlie hat auch noch ein tapferes Lächeln für uns übrig ...

... während der Phlox "Juliglut" sich ja wohl komplett in der Jahreszeit vertan hat?!
... während der Phlox "Juliglut" sich ja wohl komplett in der Jahreszeit vertan hat?!

Nun noch eine Pflanze, die ich ausnahmsweise einmal n u r nach dem Namen erworben habe: An Winteraster "Corinna" konnte ich bei Foerster-Stauden einfach nicht vorbeigehen...

Naja, und ihr scheint es im Kleingarten recht gut zu gefallen 😃!
Naja, und ihr scheint es im Kleingarten recht gut zu gefallen 😃!

Nun zu den gelben Novemberhelden...

Ringelblume - unerschütterlich. Nach zwischenzeitlichem Schwächeln scheint sie mit ein paar Kollegen bis Jahresende so weitermachen zu wollen...
Ringelblume - unerschütterlich. Nach zwischenzeitlichem Schwächeln scheint sie mit ein paar Kollegen bis Jahresende so weitermachen zu wollen...
Und auch die Rose von einem unserer Gartenfreunde blüht unverdrossen!
Und auch die Rose von einem unserer Gartenfreunde blüht unverdrossen!

Das "Schneewittchen" wartet wohl auch noch die erste weiße Pracht ab?

Und das letzte Lob geht wie immer an die unermüdliche Herbstanemone "Robustissima"! Den Teichrand, ihr altes Kerngebiet, hat sie komplett zurückerobert.

Ich glaube, sie einmal experimentiell gegen Giersch antreten zu lassen, könnte sich lohnen.

Das war's dann mit meinem kleinen Gartenstreifzug auf der Suche nach den Spätberufenen. Ich bin gespannt, was die nächsten Tage so an Wetter bringen, und was das wiederum mit meinen Novemberhelden macht...


Alles Liebe und stets eine Blüte am Wegesrand oder im Garten wünscht

Corinna

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Ich bedanke mich bei Euch allen ganz herzlich für den treuen Besuch bei Kleingartenplausch in 2017 und freue mich schon sehr auf das Gartenjahr 2018!

Habt einen guten Rutsch und einen möglichst gesunden, sonnigen und glücklichen Start ins neue Jahr!

Alles Liebe,

Corinna